doping-news Februar / Januar 2026

Februar 2026

Durch die von Europol koordinierte europaweiten Operation SHIELD VI konnten zwischen April und November 2025 große Mengen illegale hergestellter und vertriebener Arzneimittel, Dopingmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte  im Wert von 33 Millionen Euro sicher gestellt werden. gegen mehr als 3000 Personen wurde strafrechtlich vorgegangen. 66 Websites wurden abgeschaltet und 233 Plattformen überwacht. 25./26.2.2026:
EUROPOL: Operation SHIELD, latest OP edition 2025
heise online: SHIELD VI: Europol geht gegen illegalen Online-Handel mit Medikamenten vor 
Bundeskriminalamt Österreich: Operation SHIELD VI: 3.354 Personen bei internationaler Aktion strafrechtlich verfolgt

Pepe Marti war der Hauptorganisator der Dopingmittel für Lance Armstrongs Team. Er wurde sanktioniert und jegliche Zusammenarbeit mit dem offiziellen Sport und Personen des Sports weltweit bis 2027 untersagt, siehe hierzu die WADA-Liste des gesperrten Betreuungspersonals/ Prohibited Association List. Nun wurde bekannt, dass der Amateurtriathlet Jaume Soler, Vater des spanischen Profiradsportlers Marc Soler, Team UAE Emirates, Kontakt zu Marti hatte und von der CELAD im Herbst 2025 für 18 Monate gesperrt wurde. Dies geht auf eine Überwachung durch die Guardia Cicil beider im Jahr 2023 zurück. Eine neue Sanktion von Martin Marti  ist nicht bekannt, auch nicht von anderen Personen. Möglicherweise handelt es sich um eine umfassendere Untersuchung. 6./8./21./26.2.2026:
„Martí allegedly told authorities that he is a university professor working on a performance study with both amateur and professional cyclists as subjects, despite the fact that he’s under WADA sanction until June 2027. Violating the terms of an anti-doping ban constitutes a second offense, traditionally punishable with a lifetime ban. But no sanction for Martí appears in CELAD’s public database, raising the question of whether there is a larger, ongoing case.“
ciclo21: Marc y Jaume Soler y Pepe Martí: Los hechos y las dudas
cyclinguptodate: Doping case of Marc Soler’s father takes new turn as report alleges 2023 links between UAE rider and banned US Postal doctor
Escape Collective: A major new Lance Armstrong biopic is coming – this time, with his blessing
Escape Collective, Youtube: Marc Solers Vater wurde wegen Zusammenarbeit mit einem gesperrten Dopingarzt sanktioniert. 
ci: El “dealer” de dopaje del equipo de Armstrong volvió al pelotón: el padre de Soler, sancionado
The Observer: Marc Soler and the mystery of Pepe Martí

Ostarin gehört in die Gruppe der Selektiven Androgenrezeptor-Modulatoren (SARMs) und ist seit 2008 verboten. Mittlerweile gehört das Mittel, das für den Muskalaufbau entwickelt wurde aber noch keine Zulassung als Medikament besitzt,  zu den am Häufigsten in Dopingproben festgestellten Substanzen. Illegale Produkte dieser  Substanz sind leicht zu erhalten. Es ist jedoch schwierig festzustellen ob Ostarin gezielt als Dopingmittel genommen wurde, unabsichtlich über kontaminierte Nahrungsergänzungsmittel in den Körper gelangte oder z.B. über Schweiß übertragen wurde. Der Entwickler des Ostarins versucht nun eine sichere Nachweismethode zu finden. 17.2.2026:
The Conversation: Ostarine: the performance-enhancing drug giving anti-doping agencies a headache
The New York Times: The Wonder Drug That’s Plaguing Sports, 2.2.2026

Das synthetische, anabole Steroid Clostebol ist nur in Italien rezeptfrei zu erhalten. Entsprechend häufig scheint es im Sport Anwendung zu finden. In Italien werden die meisten positiven Nachweise erfasst. Als Erklärung dient dann meist die Behauptung einer unbeabsichtigten Kontamination oder Übertragung. 17.2.2026:
ZDFheute: So groß ist Italiens Dopingproblem mit Clostebol

Mit Hilfe des Rodchenkov-Acts wurde in Florida der vermutliche Dopingdealer Paul Askew angeklagt den des  Dopings überführten US-Sprinter Marvin Bracy-Williams bei internationalen Sportevents mit Dopingmitteln versorgt zu haben. Der Verdacht bezieht sich auch auf Dealen zu den OS 2024 in Paris, den World Indoor Championships 2024 , ein Diamond League Treffen 2023 in China und die  Prefontaine Classic 2023 in Oregon. Die Ermittlungen erfolgten organisationsübergreifend mit dem Justice Department, der Drug Enforcement Administration und the Athletics Integrity Unit. 17.2.2026:
AP: Florida man indicted for supplying banned drugs to athlete

Die italienische Biathletin Rebecca Passler war im Januar 2026 bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv auf Letrozol getestet und suspendiert worden. Sie erhob Einsprucheoraufhin die Suspendierung aufgehoben und damit ihr Start bei den OS ermöglicht wurde. Sie verzichtete jedoch aufgrund der heftigen  Kritik an diesem Urteil. Das Verfahren ist nucht beendet. 13.2.2026:
DerStandard: Nutella-Löffel: Doping-Suspendierung von Biathletin Passler aufgehoben
Sportschau: Erregungsmaschinerie statt faktenbasierter Einordnung, 8.2.2026

Die WADA, Anti-Doping und die Menschenrechte. Eine Studie / Analyse und  Empfehlungen sowie eine Stellungnahme der WADA. 11.2.2026:
„The Public Policy Statement on Human Rights and Anti-Doping (Statement) reaffirms WADA’s commitment to human rights and was approved by WADA’s Foundation Board in December 2025. It represents a promise and commitment by WADA to upholding the principles of internationally recognized human rights, with a particular focus on addressing the most salient human rights issues in anti-doping.“
WADA: WADA publishes Initial Human Rights Impact Assessment and Public Policy Statement on Human Rights and Anti-Doping
WADA:  Initial Human Rights Impact Assessment
WADA: Public Policy Statement on Human Rights and Anti-Doping

Der Europarat / Council of Europe erhebt jährlich Daten zu Doping bei den Unterzeichnerstaaten der europäischen Anti-Doping-Konvention mittels des Anti-Doping Questionnaire (ADQ). Nun wurde die Darstellung der Umfrageergebnisse ab 2024 gestaltet und ist damit besser einzusehen.
Council of Europe: the Anti-Doping Questionnaire Dynamic Dashboards

Der Internationale Schwimmverband World Aquatics und die ITA  erweiterten ihre Zussammenarbeit. U.A. wird die ITA die Dopingentscheidungen der nationalen Schwimmverbände überprüfen. Dies erfolgt auf Empfehlung des World Aquatics Anti-Doping Audit Review Committee, das 2024 in Folge der Affaire um die 23 chinesischen Schwimmer*innen gegründet wurde. 11.2.2026:
ITA: World Aquatics extends ITA partnership, reinforcing clean sport through 2028
Swim Swam: ITA To Begin Reviewing National Anti-Doping Organization’s Decisions On Swimmers

Fünf Leichtathletinnen, aus den USA ,Jamaika und Tschechien, die durch  nachträglich festgestellte Disqualifikationen wegen Dopings bei den OS 2012 in London  nachträglich Medaillen zugesprochen bekamen, klagen vor dem CAS und fordern weitreichende Reformen, die saubere Athleten schützen.
„Das Quintett fordert einen Hilfsfonds für saubere Athletinnen, strengere Regeln zur Vermeidung von Interessenkonflikten und eine vorläufige Olympia-Sperre für alle, bei denen vor den Spielen ein auffälliger biologischer Pass festgestellt wird. Die Athletinnen sammeln über eine GoFundMe-Kampagne Spenden, um ihre Klagen, Reforminitiativen und Aufklärungskampagnen zu finanzieren.“ 10.2.2026:
The Times: Five cheated athletes from London 2012 aim to crowdfund legal case

Zusammenfassung der Themen des Manfred Donike Workshops Dopinganalyse 2025. 10.2.2026:
Mario Thevis:  The 43rd Manfred Donike Workshop on Doping Analysis

Die UCI übergibt ihr gesamtes Anti-Doping-Programm an die ITA. 9.2.2026:
ITA: UCI further reinforces the independence of its anti-doping program by delegating results management to the ITA

Was motiviert Sportler*innen an den Enhanced games teizunehmen? 5.2.2026:
BBC: ‚I’m not against it‘ – Prescod on taking drugs for Enhanced Games

Rückblick auf den Dopingfall Pep Guardiola, dem 2001 Nandrolon nachgewiesen wurde. Der spanische Nationalspieler erhielt in Italien eine Sperre von 4 Monaten sowie eine Geld- und Gefängnisstrafe, die er aber nicht antreten musste. Nandrolon, ein anaboles Steroid, war in den 1990er Jahren und Anfang 2000 ein verbreitetes Dopingmittel. Viele Sportler, insbesondere Fußballer wurden damit überführt. Allerdings wurden die Analysen häufig angezweifelt, da es schwierig bis unmöglich war nachzuweisen, ob es sich um körpereigenes Nandrolon oder extern zugefügtes handelte. 5.2.2026:
goal.com: „Dieser Augenblick veränderte mein Leben“: Pep Guardiolas Doping-Drama kurz nach seinem Abschied vom FC Barcelona

>>> doping-archiv: Fußball und Doping: alte und neuere Geschichten…

Nach dem Debakel um die 23 chinesischen Schwimmer*innen, die 2023 in China getestet wurden und trotz positiver Befunde nicht sanktioniert wurden, wird seitens der WADA über ein System erweiterter Kontrollmöglichkeiten nachgedacht, das bereits 2028 zu den OS in Los Angeles greifen könnte. Vor großen Events werden zur Zeit noch die meisten Athlet*innen von nationalen Organisationen getestet. Diese Praxis  beinhaltet viele Manipulationsrisiken. Die ITA ist zwar bereits für eine große Zahl an Kontrollprogrammen zuständig, ihre Zuständigkeiten könnten erweitert werden, doch wird ihre Unabhängigkeit von verschiedenen Seiten angezweifelt, da sie finanziell und personell vom IOC abhängig ist.
Im Entwurf des WADA-Codes 2027 ist zu diesem Problem vorgesehen, dass die WADA in Verdachtsfällen Kontrollen initiieren kann: „Comment to Article 20.8.11: WADA is not a Testing agency, but it reserves the right, in exceptional circumstances, to conduct its own tests where problems have been brought to the attention of the relevant Anti-Doping Organization and have not been satisfactorily addressed.“ 4.2.2026:
The Economic Times: WADA under scrutiny after Chinese swimmers doping clearance

Die ITA stellte eine Statistik über die durchgeführten Kontrollen, denen sich die Olympiateilnehmer der Winterspiele 2026 unterzogen haben, vor. Ein nicht unerheblicher Prozentsatz wurde im Vorfeld der Spiele nicht ausreichend getestet. 3./5./7.2.2026:
ITA:  The ITA concludes Milano Cortina 2026 pre-Games anti-doping program, reports that at least 92% of athletes were tested ahead of the Games
SZ: Große Lücken im Kontrollsystem
Sportschau: Das olympische Märchen vom „level playing field“
Sportschau: Wie sauber ist Norwegens Sport?, 14.2.2026

The ITA concludes Milano Cortina 2026 pre-Games anti-doping program, reports that at least 92% of athletes were tested ahead of the Games

Der Konflikt zwischen WADA und der USA spitzt sich zu. Nun verlangt die US-Regierung demnächst nach Verabschiedung eines Gesetzentwurfs, dass die WADA sich einer unabhängigen Überprüfung stellt zum Nachweis, dass sie „im Einklang mit ihren Aufgaben arbeitet“. Sollte sich die WADA weigern, wird die finanzielle Unterstützung der WADA dauerhaft eingestellt. WADA und auch das IOC lehnen dies ab. 3./5.1.2026:
sportschau:  USA wollen WADA-Finanzierung per Gesetz aussetzen 
sportschau: US wants to suspend WADA funding by law
Sportschau: Banka zu US-Förderstopp: „Hoffe, sie werden bald wieder zahlen“

Reform Anti-Doping-System: kurzer Rückblick auf die Diskussion kritischer Punkte des ADAMS (Anti-Doping Administration and Management System) zur Whereabouts / Aufenthaltserfassung von Sportler*innen in Deutschland in Verbindung mit dem alternativen System PARADISE. 2. 2.2026:
doping-archiv: Das internationale ADAMS (Anti-Doping Administration and Management System) zur Whereabouts / Aufenthaltserfassung von Sportler*innen

Januar 2026

Die körpereigene EPO-Poduktion kann sich genetisch verändern. So können sehr viele verschiedene  Genvariationen im Körper entstehen die bei Dopingtests falsch-positive Ergebnisse hervor bringen. D.h. Sportler*innen werden in diesen Fällen zu Unrecht des Dopings beschuldigt. 31.1.2026:
DLF: Doping – Neue EPO-Varianten und Nachweis-Probleme: Gespräch mit Thomas Kistner

Die ITA kündigte vor der Tour de France 2025 an während der Tour im Einvernehmen mit der UCI Leistungsdaten zu analysieren und in Zukunft weiterhin entsprechende Daten zu speichern um sie in Hinblick auf mögliche Hinweise auf Doping auswerten zu können.

As part of its broader anti-doping strategy, the ITA is also developing a new longitudinal performance monitoring tool based on power data from professional men road riders, designed to act as an additional source of intelligence to guide targeted testing and advanced laboratory analysis, prioritise investigative, or refine its long-term sample storage.
Following consultation with the Funding Committee of the UCI anti-doping program, the ITA received approval in 2025 to develop this concept based on historical power data from male riders, aiming to create an additional tool in the fight against doping. …
Findings from the first year will be used to develop a model of “normal” and “expected” career trajectory performance over time, allowing for the identification of “abnormal” or “unexpected” performances. This will help identify “abnormal” or “unexpected” patterns that may indicate possible performance enhancement. While the model is not intended to serve as direct evidence of an anti-doping rule violation, it will act as an important additional intelligence tool to support the ITA’s broader anti-doping strategy—such as guiding targeted testing, advanced laboratory analysis, investigative prioritisation, or long-term sample storage. (ITA, 2.7.2025)

Dieses neue Passport-Modell stößt bei der Vereinigung der Profiradsportler CPA auf erbitterten Widerstand. 30.1.2026:
VELO: Would a ‘Power Passport’ Help Detect Dopers? Why the New UCI Scheme Is Not All It Seems

Die skandinavischen TV-Sender „NRK“ aus Norwegen, „YLE“ aus Finnland, „DR“ aus Dänemark und „SVT“ aus Schweden befragten ihre nationalen Wintersportathletinnen und Athleten, die in den olympischen Wintersportarten antreten, nach den Häufigkeiten von Dopingkontrollen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Kaum die Hälfte der antwortenden Sportler*innen wurden im vergangenen Jahr im Training getestet. Nach den NADO liegt dies vor allem an den fehlenden finanziellen Mitteln, so dass die Kontrollen nach Einschätzungen des Dopingrisikos von Sportarten und Athleten vorgenommen würden. 25./26.1.2026:
dr: Nordiske atleter slår alarm: Halvdelen er ikke blevet dopingtestet uden for konkurrence i et år
svt sport: Unik enkät: Hälften av vinteridrottarna inte dopningstestade utanför tävling – på ett år
The Danish Dream: Half of Nordic Olympians Skip Doping Tests
sportschau: Biathlet Samuelsson: Laufe gegen gedopte Gegner

Reanalysen von Dopingproben, genommen bei den OS in Rio de Janeiro 2016 erbrachten auffällige Werte bei 7 Athleten, Dopingverfahren wurden eröffnet. 22.1.2026:
ITA: Olympic Games Rio 2016 re-analysis – The ITA notifies seven athletes of potential anti-doping rule violations

!!! Stellungnahme/Unterrichtung der  Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur beim Deutschen Bundestag Evelyn Zupke zu gesetzlichen Regelungen, die eine wirksame und  langfristige Unterstützung der Opfer des DDR-Zwangsdopings gewährleisten würden. Überzeugende Argumente einschl. Forschungsergebnisse liegen längst vor.  2025 gab es zudem bereits einen gemeinsamen Antrag von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP mit dem Auftrag an den Gesetzgeber, die DDR Dopingeschädigten anzuerkennen und wirksam zu unterstützen. 14.1.2026:
Dt. Bundestag: Evelyn Zupke,  Gesetzgeberischer Handlungsbedarf zur besseren Unterstützung der Opfer des systematischen Zwangsdopings in der ehemaligen DDR
Dt. Bundestag: SED-Opferbeauftragte: Bessere Unterstützung für Dopingopfer 
2025 Antrag SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, Die Geschädigten des staatlich organisierten Dopingsystems der ehemaligen DDR als Opfergruppe anerkennen und besser unterstützen

Maria Kristina Parr, Dopinganalytikerin bei den Winter-OS 2026 im Interview. 14.1.2026:
Freie Universität Berlin: „Wir wollen auch vor der Versuchung schützen, sich selbst gesundheitlich massiv zu schaden“

Behindert der Datenschutz in Deutschland eine gerechte Behandlung der Athlet*innen entsprechend dem WADA-Code? Wird das zu erwartende EuGH-Urteil Klarheit bringen. Wann weiß es nicht.
Anmerkung: ca. die Hälfte der EU-Staaten veröffentlicht die Namen überführter Personen ebenfalls nicht. Und ob die Nennung der Namen tatsächlich präventiv wirkt ist umstritten und dass die Schwere der Sanktionsfolgen durch Öfffentlichkeit unverhältnismäßig verstärkt wird verlangt noch nach ausführlicher Bewertung. 14.1.2026:
SZ:  Wenn Datenschutz den Dopern hilft
>>> doping-archiv: 2022-2025 NADA und WADA-Code: NADA-Praxis der Veröffentlichungen von Sanktionen

185 Meldungen erreichten UKAD 2025 über ihre Whistleblower-Platform. 2 Personen wurden daraufhin des Dopings überführt. 14.1.2026:
UKAD: Standing up to doping: 185 whistleblower reports made to UK Anti-Doping in 2025

Sehr langes Interview mit dem Direktor der spanischen NADA CELAD Carlos Peralta (Ex-chwimmer). 13.1.2026:
jot down: Carlos Peralta: «En el dopaje tendemos a eliminar, pero de erradicar no estamos cerca. Y de la eliminación tampoco estamos cerca»

Basketballer Jason George wurde wegen des Nachweises von Drogen / social drugs  im Alter von 22 Jahren im Dezember 2024 für 2 Jahre und 4 Monate gesperrt. Diese Drogen gehören nicht zu den harten, die Leistung steigernden Dopingmitteln, sind aber im Wettkampf verboten. 2025 kehrte er als Profispieler zurück. Im Interview mit der FAZ spricht er darüber, wie es zu dem sich steigernden Drogenkonsum kam. Spricht über Probleme, die sich im Laufe seiner Profikarriere ergaben. Interessant ist auch, dass und wie ihm Unterstützung, so u.A. seitens seines Managers und der NADA angeboten wurde um einen Neustart zu gewährleisten und eine Drogensucht zu bekämpfen. Wichtig ist auch, dass unhaltbare Zustände im Hochleistungssport angesprochen werden. 11.1.2026:
FAZ: Weg von den Drogen : „Es musste Drastisches passieren“

Bericht zu Themen, die auf der 6. Weltkonferenz gegen Doping im Sport der WADA in Busan diskutiert wurden. U.A. mit Günter Younger und Trevis Tygart. Welches sind die dringendsten Probleme? Warum sind die Dopingüberführungsquoten so extrem gering? Welche Rolle spielt die Organisierte Kriminalität? Mangelt es der WADA an Transparenz und Aufrichtigkeit? Welches wären erfolgversprechende Strategien? Wie ist mit den Enhances Games umzugehen? 11.1.2026:
DLF: Antidopingkampf. Die WADA feiert Erfolge – und und stolpert über ungelöste Probleme

Im Falle des HSV-Fußballers Mario Vušković besteht weiterhin die Möglichkeit, dass ein Verfahren vor einem deutschen Gericht nach dem Anti-Doping-Gesetz eröffnet wird. Das wäre die letzte Möglichkeit für den Spieler seine Unschuld zu beweisen, allerdings hätte solch ein Ergebnis keine Konsequenzen für die sportrechtliche Sanktion. 7.1.2026:
spiegel.de: Warum der Dopingfall Mario Vušković wieder spannend wird

In einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 7.1.2026 äußert sich der Generalsekretär der Internationalen Testing Agentur ITA Benjamin Cohen u.a. zu Problemen, die sich zum einen durch die unterschiedliche Ausstattung WADA-zertifizierter internationaler Antidoping-Kontrolllabore ergeben aber auch durch den Mangel an finanziellen Ressourcen für ein umfassendes Analyseprogramm. 7.1.2026:
FAZ: „Athleten dopen sich selten ganz allein“
doping-archiv: Kontrollsystem Schwächen: Dopingkontrolllabore-Analyseverfahren

Die WADA-Verbotsliste 2026:
WADA: WADA’s 2026 Prohibited List is now in force 
NADA: WADA-Verbotsliste 2026 ins Deutsche übersetzt