2008 u. 2006 Astana Anti-Doping-Programm

Ethik-Codes, freiwillige Antidoping-Maßnahmen

Team Astana Anti-Doping-Programm 2008

Damsgaard: „Die Tests erfolgten „unter dem Schirm der UCI“, des Radsport-Weltverbandes also. „Für die UCI ist wiederum die Münchner Firma PWC mit den Kontrollen beauftragt.“ Die Ergebnisse gingen an die UCI und an die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada).“ „“Ich berate PWC hinsichtlich des Zeitpunkts, der Frequenz und der Art der Tests“, erklärt Rasmus Damsgaard weiter. „Und ich äußere meine Meinung zu den erhobenen Daten gegenüber der UCI. Die UCI kann außerdem über ein Passwort jederzeit die Datenbank einsehen, die ich zu den getesteten Fahrern angelegt habe.“ 28 Radprofis sind es bei Saxo Bank, 27 beim Team Astana.“ (BZ, 19.1.2009)

Am 27. November 2007 gab das Team Astana bekannt, dass es mit Rasmus Damsgaard dasselbe interne Antidoping-Programm abschloss, wie es für das Team CSC besteht.
cycling weekly: ASTANA ANNOUNCES DAMSGAARD ANTI-DOPING TESTING

Teamchef Johan Bruyneel:

“A zero tolerance is a minimum and we want to go even further. If we continue to tolerate actions like we have seen in the last few years we will only chase away sponsors from our sport,” Bruyneel said in a statement.

“Dr. Damsgaard will have carte blanche while overseeing our riders during the 2008 season and we are requiring that he performs random independent in-house doping controls. We realize that this will be a great cost to our Team – about 300.000 euros – but it’s the only way to prove to the world that we run a clean team, and that clean cycling really exists.”

“Every rider who has signed a contract with our team has agreed to follow our anti-doping program. I cannot imagine what more we can do. Each rider has clearly stated they had not been involved, or suspected of any involvement contrary to all national anti-doping legislation, and, if necessary, a rider will provide a DNA sample.

„I have told Dr. Damsgaard that he can start his work when our team will gather for the first training camp from December 10th – 17th in Javea (Spain). I will welcome him with open arms and I know the riders will too.”

Team Astana Antidoping-Programm 2006

Astana Zehn-Punkte-Plan

Das Team Astana-Würth hatte sich ein eigenes Antidoping-Programm verordnet.

Der offiziell am 18.12.2006 veröffentlichte Astana-Code ist hier nachzulesen:

Der 10-Punkte-Plan wurde der Seite Radsport Aktiv von Teammanager Marc Biver übermittelt (Stand Oktober 2006):

1) Unabhängige Tests: Neben den von der UCI für 2007 vorgesehenen vier Kontrollen soll bereits im Trainingslager zu Beginn des Jahres bei jedem Fahrer ein Test durchgeführt werden, um Grundwerte zu erhalten, die spätere Hinweise auf mögliches Eigenblutdoping geben könnten. Im Laufe der Saison wird es bei den Rennen weitere solcher Tests geben. Diese Tests werden nicht angekündigt und sollen von unabhängigen Einrichtungen durchgeführt werden.

2) Bluttests: Vor jedem Rennen werden Bluttests bei den startenden Fahrer vorgenommen.

3) Ultraschallbilder und EKGs: Sowohl im Ruhezustand als auch bei höchster Belastung werden während des Jahres Ultraschallbilder und EKGs von einem unabhängigen Kardiologen durchgeführt.

4) 3 physiologische Tests: Pro Jahr müssen sich die Fahrer drei verbindlichen physiologische Tests pro Jahr unterziehen. Daraus soll dann ein physiologisches Profil zusammengestellt werden, das auch zur Trainingsgestaltung oder Diagnose von Übertraining dienen soll. Auch diese Tests werden von unabhängigen Instituten durchgeführt.

5) Zusätzliche Bluttests: Wenn die Sportlichen Leiter oder Ärzte des Teams es für notwenig erachten, sollen bei den Fahrern weitere Bluttests während der Saison durchgeführt werden.

6) DNA-Profile: Das Team wird DNA-Tests einführen.

7) Trainingskontrolle: Eine Revolution soll durch Verwendung einer neue Software im Training der Astana-Profis eingeleitet werden. Durch dieses spezielle Programm kann man via Internet überwachen, welcher Fahrer welche Trainingseinheit zu einem bestimmten Tag, einer bestimmten Woche oder eines bestimmten Monats absolviert. Zudem dient diese Software zur Überwachung der Herzfrequenz, von Wattzahlen, Durchschnittsgeschwindigkeit, Höhenkilometer, Gesamtkilometer, Trainingsstunden und sogar der Ernährung.

8) Fahrerverpflichtungen: Die Fahrer müssen vor den jeweiligen Rennen versichern, dass sie keine verbotenen Substanzen oder Medizin, die vom Teamarzt verboten oder nicht verschrieben wurde, eingenommen haben.

9) Arztwahl: Die Fahrer des Astana-Teams müssen sich verpflichten, zu keinem anderen Arzt als zum Astana-Teamarzt Kontakt zu haben.

10) Zusätzliche Urinprobe bei Dopingverdacht: Falls ein Fahrer des Teams unter Dopingverdacht steht, kann nach Anweisung der Teamleitung dem verdächtigten Profi eine Urinprobe entnommen werden. Mit der Untersuchung soll ein akkreditiertes IOC-Labor beauftragt werden.

Christoph Adamietz