Doping: 1977 The final report of the President’s Commission on Olympic Sports.

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1977 The Final Report of the President’s Commissionon Olympic Sports


Bereits 1972 musste die USA die Überlegenheit des Ostblocks bei Olympischen Spielen erleiden. Mitten im Kalten Krieg konnte das von politischer Seite nicht hin genommen werden. 1975 berief Präsident Ford eine Kommission, die herausfinden sollte, woran der olympische Sport der USA litt. Nach 18 Monaten und einer Million $ Kosten lag der Bericht vor:

>>> The final report of the President’s Commission on Olympic Sports.

Das Ergebnis erbrachte, dass im Ostblock die Sportorganisationen straff organisiert und politisch geführt wurden, in den USA aber Chaos vorherrschte. Klare Verantwortlichkeiten gäbe es nicht. Abhelfen könnte eine übergeordnete Nichtregierungsorganisation, die den Olympischen Sport koordinieren und steuern könnte.

Der Kalte Krieg im Sport mündete 1978 in den >>> Amateur Sports Act.

Im Gegensatz zu den Ostblockländern ging damit aber keine finanzielle Unterstützung des Sports durch den Staat und damit die Steuerzahler einher, sondern es wurde der Weg bereitet für die frühe Abhängigkeit des USamerikanischen olympischen Sports von Sponsoren und Medienkonzernen. Die Kommerzialisierung der OS 1984 in Los Angeles war beispiellos und auch das IOC profitierte. Damit einher ging letztlich auch eine gewisse Freigabe des Dopings, denn Widerstand aus der Wirtschaft kam nicht und insbesondere die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie blühte auf und fand immer wieder Möglichkeiten, Doping relevante Substanzen zu vermarkten.

New York Times: AS ’84 GAMES GROW NEAR, PRESSURE BUILDS ON U.S.O.C., 13.11.1983