doping-news Februar / Januar 2013

Februar 2013

Michael Boogerd leugnet sich bei Humanplasma und von Matschiner mit Doping versorgt zu haben. Nun gab Matschiner Rechungen heraus, aus denen hervor geht, dass der Fahrer 2006/2007 fast 17 000.- € bezahlt hat. Matschiner gibt an, dass dies für Dopingdienste gewesen sei. Boogerd bestreitet dies, es war nur für Vitamine. 28.2.2013:

nrc.nl: Bekijk hier de vier rekeningen van dopingdealer aan Boogerd

nrc.nl: Boogerd betaalde bijna 17.000 euro aan dopingdealer

cn: Matschiner says Boogerd „must stop lying“

Zwischen AFLD und UCI zeichnet sich eine Einigung ab. Sofern die UCI ausreichend Daten, zu whereabouts und Biologischem Pass, bereit stellt, wird die Agentur zu und während internationaler Rennen, insbesondere der Tour de France in Kooperation mit der UCI durchführen. 28.2.2013:

AFLD: Communiqué de presse – Evolution des relations de l’AFLD avec l’UCI

iol.co.za: Doping agency to do TDF testing

2006 sollen 33 Langläufer bei den Olympischen Spielen in Turin überhöhte Hämoglobinwerte aufgewiesen haben. 28.2.2013:

SID: 33 Olympia-Langläufer 2006 mit zu hohen Blutwerten

EPO-Doping im Langlauf während der 1990er Jahre gilt schon seit Langem als hoch wahrscheinlich. Eine schwedische TV-Sendung erhob nun mit der Nennung extremer Hämoglobinwerte von Star-Läufern konkrete Vorwürfe. Doch alle dementieren, einschließlich der FIS. 28.2.2013:

TAZ: Hochwertiges Blut

FIS statement concerning SVT program “Uppdrag Granskning”

In Australien werden aufgrund der Ergebnisse des Berichts der Australian Crime Commission (ACC) scharfe gesetzliche Maßnahmen gegen Doping gefordert, u.a. soll die AUSADA weitreichende Ermittlungen durchführen dürfen und Personen, die die Aussage verweigern schwer bestraft werden können. Dies stößt auf erheblichen Widerstand. 25./28.2.2013:

the australian: Athletes to fight doping sanctions

the australian: Sport doping laws don’t go far enough: AOC boss John Coates

Pat McQuaid alias Jim Pat, Radfahren in Zeiten der Apartheid. 27.2.2013:

Transparencyinsport.org: When JimPat’s Penis Stood for Racial Purity

Das bei Oscar Pistorius gefundene Mittel steht laut WADA nicht auf der Verbotsliste. Die Inhaltsstoffe scheinen vielfätlig, Genaueres ist aber noch nicht bekannt. 27.2.2013:

sport24.co.za: WADA: Oscar wasn’t doping

In Russland denkt man darüber nach eine ähnlich weitreichende Untersuchung zu Doping landesweit vorzunehmen, wie die in Australien, deren Ergebnisse kürzlich veröffentlicht wurden. 27.2.2013:

ria novosty: Russian Federal Agency May Launch Doping Probe

Dopingfreigabe ja oder nein? Pro und contra-Debatte. 24./26.2.2013:

die Zeit: Gebauer „Doping jetzt freigeben? Nein, nie!“

die Zeit: Wagner „Doping freigeben? Ja, jetzt und kontrolliert!“

Das Team Banesto einschließlich Miguel Indurain sollen Kunden von Francesco Conconi gewesen sein. 26.2.2013:

nos.nl: ‚Indurain betaalde voor doping‘

tagesspiegel: Jetzt auch Miguel Indurain?

Fußballer Zoubir Zmit, Spieler des algerischen Zweitligisten MO Constantine, wurde für 3 Monate gesperrt. Er habe zwar ein verbotenes Medikament zu sich genommen, aber nicht mit dem Ziel der Leistungssteigerung. 26.2.2013:

lfp.dz: Commission de discipline : Suspension de ZMIT Zoubir (MOC) pour dopage

Sport Algérien: Zoubir Zmit suspendu 3 mois pour dopage

Die russischen Leichtahleten Julija Russanowa (800 m) und Michail Lemajew (Marathon) wurden wegen Auffälligkeiten im Biologischen Pass für je 2 Jahre gesperrt. 26.2.2013:

sid: Russanowa und Lemajew für zwei Jahre gesperrt

IAAF: List of athletes currently serving a period of ineligibility as a result of an anti-doping rule violation under IAAF Rules

Armstrongs Anwälte wollen angeblich gegen die vorliegende wshistleblower-Klage mit den Argumenten vorgehen, USpostal hätte wissen müssen, das im Team gedopt wurde. Die vielen existierenden Gerüchte hätten den Sponsor zu Untersuchungen verleiten müssen. 25.2.2013:

USA today: Lance Armstrong to challenge USPS about what it knew

Die WADA ist unter Beschuss einiger Sportverbände geraten, auuch das IOC scheint unruhig zu werden. Wird die WADA, vertreten durch Fahey und Howman, zu deutlich, zu kritisch? 24.2.2013:

dradio: „Die WADA soll mundtot gemacht werden“

Doping im Spitzensport betrifft auch das Image der Sponsoren und häufig wird der Ruf laut, dass diese sich eindeutig gegen Doping äußern. Doch dies geschieht selten. Schließlich erhöhen jedwede Schlagzeilen den Bekanntheitsgrad. Beispielsweise scheint Nike kein Interesse daran zu haben, nur saubere Sportler zu unterstützen. 24.2.2013:

dradio: Moral oder Money?

Trelock, Sponsor von Stefan Schumacher, klagte nach dessen Dopingverurteilung wegen eines CERA-Befundes auf Schadensersatz. In erster Instanz vor dem Landgericht Stuttgart erhielt nun das Unternehmen recht. 23.2.2013:

Westf. N.: Münsterische Firma Trelock pocht wegen Doping auf Schadenersatz

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich mit einem Bundestagsantrag für eine Rente für Dopingopfer der ehemaligen DDR ein, die als Minderjährige Dopingmittel bekamen und schwer gesundheitlich geschädigt sind. Zudem soll eine Beratungsstelle eingerichtet werden und eine Studie zu Langzeitfolgen von Doping in Auftrag gegeben werden. 20./24.2.2013:

Bündnis 90/Die Grünen: Antrag: Rente für Dopingopfer in der DDR

dradio: „Bleibende Schäden brauchen eine bleibende Hilfe!“

Hintergrund:

doping-archiv.de: das Doping-Opfer-Hilfe-Gesetz vom 24.8.2002; Gesetzesentwürfe und Diskussion

dradio: „Bleibende Schäden brauchen eine bleibende Hilfe!“

doping-archiv.de: Sportler/innen der DDR (Dopingopfer)

Am 22.2.2013 befasste sich die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“ mit eben diesem Thema. U.a. stellte Jutta Braun ein Gutachten zum Thema vor und Ines Geipel zog eine ernüchternde Bilanz der – fehlenden – Befassung mit der Doping- und Stasi-Vergangenheit des Landes. Da wartet anscheinend noch viel Arbeit auf die Kommission. 22./23.2.2013:

Jutta Braun: „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“

Ines Geipel: Der Sport in Brandenburg, eine geschlossene Gesellschaft

pnn: „Stasi-Organigramm im Landes-Sport“

dradio: Beginn der Aufräumarbeiten?

Entgegen Vermutungen (s.u.) wird sich die US-Regierung der von Landis angestrengten whistleblower-Klage anschließen. Damit schließt sie sich der Meinung an, dass Armstrong und die Teamleitung durch das Doping die US-Regierung über das USpostal-Team geschädigt hat. US Postal ist ein staatliches Unternehmen. 22.2.2013:

WSJ: U.S. to Join Suit Against Armstrong

VeloNews: Justice Department joins Landis whistleblower case

velonation: US Dept of Justice officially confirms action against Armstrong and others, USADA applauds move

Drei kenianische Marathonläufer wurden wegen Dopings gesperrt. Wilson Erupe Loyanae (EPO) und Nixon Kiplagat Cherutich (Nandrolon) für je Zwei Jahre, Moses Kiptoo Kurgat für ein Jahr. 22.2.2013:

sid: Marathon: Drei Kenianer wegen Dopings gesperrt

Hinweise verdichten sich, dass sich die US-Regierung vertreten durch U.S. General-Staatsanwalt Eric Holder nicht der von Landis angestrengten whistleblower-Klage anschließen wird. Gleichzeitig nehmen die Spekulationen zu, dies könne auf politischer Einflussnahme beruhen. 21.2.2013:

veloNews: Sources: Feds unlikely to join Landis’ whistleblower suit

In einer Studie der DSHK im Auftrag der Deutschen Sporthilfe gaben ein Drittel der Befragten zu unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Burn-out oder Essstörungen zu leiden. Am Schlimmsten lastet der Erfolgsdruck auf den Athleten. 20.2.2013:

BISp: Dysfunktionen des Spitzensports, die Studie zum Download

SZ: Wenn Spitzensport krank macht

die Welt: Deutsche Sportler manipulieren aus Existenzangst

FAZ: Die Wahrheit über Athleten

spiegel-online: Studie zum Spitzensport: Druck, Doping, Depression

Lance Armstrong wird nicht mit der USADA zusammen arbeiten. Damit ist seine lebenslange Sperre bestätigt. 20.2.2013:

velonation: Armstrong declines to cooperate with USADA, lawyer states he would speak to Truth and Reconciliation process

Prozess Operación Puerto: Katusha hat Angel Vicioso vorläufig suspendiert, da der Fahrer seinen Termin vor Gericht nicht wahrgenommen hatte und er mit seinem Verhalten das Image des Teams beschädigt habe. 20.2.2013:

reuters: Katusha suspend Vicioso over doping case

Prozess Operación Puerto: 173 von 224 im Jahr 2006 sicher gestellten Blutbeuteln sind noch im Antidoping-Labor von Barcelona vorhanden, 51 sind verschwunden. 20.2.2013:

cn: 51 Puerto blood bags remain unlocated

Lance Armstrong beauftragte 2010 eine Lobbyismusfirma mit dem Ziel, Zweifel an Jeff Novitzky von der Food and Drug Administration zu schüren. Möglicherweise ist die Einstellung des Verfahrens durch US-Staatsanwalt Andre Birotte mit darauf zurück zu führen. Die Beauftragung von entsprechenden Firmen ist legal. 19.2.2013:

WSJ: Armstrong Lobbying Targeted Investigator

Gerard Vroomen war einer der ersten, der auf verdächtige Blutwerte Armstrongs bei dessen Comeback 2009/2010 hinwies. Im Interview spricht er u.a. über die unklare, wenn nicht gar unglaubwürdige Argumentation der UCI hinsichtlich ihres Umgangs mit den Profilen und die Testreduzierung. Er kritisiert allerdings auch die WADA wegen ihrer zu starken Fokusierung auf den Radsport. 19.2.2013:

velonation: Gerard Vroomen Interview I: Inexplicable why the UCI didn’t target Armstrong over bio passport

velonation: Gerard Vroomen interview part II: Cycling should not be WADA’s only whipping boy

Der DOSB veröffentlichte Dokumente . die für die Olympischen Spiele in Stschi relevant sind. Sie Nominierungskriterien und Antidoping-Programme und -Verpflichtungen. 19.2.2013:

DOSB: Jetzt online: Dokumente zur Nominierung für Sotschi 2014

Prozess Operación puerto: Alberto Contador will nicht mehr im Prozess aussagen, Angel Vicioso sollte aussagen, war aber nicht auffindbar. 19.2.2013:

VeloNews: Contador not being called as Puerto witness; Vicioso goes missing

Prozess Operación puerto: Tyler Hamilton sagte unter Eid aus und belastete neben Fuentes und Merino auch Riis und Alvari Pino, ehemaliger Sportlicher Leiter des Teams Phonak sowie etliche Fahrer. 19./21.2.2013:

VeloNews: Hamilton testifies that Sevilla, Phonak director, others accompanied him for transfusions

VeloNews: Hamilton confirms Riis put him in contact with Fuentes

cn: Operacion Puerto trial: Hamilton outlines doping and blood transfusion program

SZ: Tyler Hamilton belastet Bjarne Riis

NZZ: Spielereien mit Blut

VeloNews: Rihs on Hamilton: ‘I do not believe him’

Prozess Operación puerto: 2006 wurden nach der Verhaftung von Manolo Saiz bei diesem in Spanien nicht zugelassene Corticoisteroide gefunden, die Teil der Anklage sind. Eine Vertreterin der für die Erlaubnis der Anwendung/ des Besitzes zuständige spanische Regierungsagentur gab an, der Besitz sei nach eingehender Prüfung autorisiert gewesen. 19.2.2013:

cn: Puerto trial: Liberty Seguros manager had authorization for corticoids seized by police

China reagiert auf David Howmans Anschuldigungen, wonach fast alle Grundsubstanzen, die für die Herstellung illegaler Dopingmittel weltweit verwendet würden, aus China kämen. Das Land will nun eine Untersuchung einleiten. 19.2.2013:

reuters: ‚Shocked‘ China launches probe into WADA doping allegations

Ana Munoz, spanische NADA, erklärte, sie wollten nach dem Fuentes-Prozess versuchen an alle Unterlagen zu kommen und sportrechtliche Verfahren einleiten. Bislang hatte die Justiz es verhindert, dass Unterlagen herausgegeben wurden. 18.2.2013:

velonation: Spanish anti-doping chief promises to try to identify Operacion Puerto clients after trial ends

John Fahey setzt seine Kritik an den Betrugsrealitäten in einigen Sportarten fort und ruft nach Hilfe, da die WADA in ihrer gegenwärtigen Organisationsform und finanziellen Ausstattung nicht in der Lage ist wirksam zu handeln. 18.2.2013:

the guardian: Drugs in sport: Wada says doping and organised crime ‚too big to manage‘

derstandard.at: WADA fürchtet: Leichtathletik könnte Radsport folgen

Zwischen etlichen internationalen Sportverbänden, insbesondere den Sommersport-Verbänden und der WADA gibt es erhebliche Probleme. Das IOC plant daher für April/Mai eine Konferenz, in der die beziehungen und Probleme diskutiert werden sollen. 18.2.2013:

insidethegames.biz: IOC call for conference with WADA after relations with sports reach „low point“

spiegel-online: Heftige Kritik an Wada: IOC beruft Sonderkonferenz ein

Die Auseinandersetzungen zwischen UCI und WADA sind ein Teil der generellen Differenzen. Die WADA hat ihre Korrespondenz mit der UCI zusammen gestellt:

WADA: Updates UCI IC

Antidepressiva gehören seit Langem zu Medikamenten die von Sportlern genommen werden, doch auch im Alltag steigen die Anwendungszahlen. Ihre Nebenwirkungen können verheerend sein. 18.2.2013:

Das Erste: Gefährliche Glückspillen – Milliardenprofite mit Antidepressiva, Mediathek

Prozess Operación puerto: Die spanische Langstreckenläuferin Marta Domínguez steht nach Veröffentlichung von Dokumenten in Verdacht 1997 von Fuentes behandelt worden zu sein. Sie war bereits 2010 im Zuge der Operación galgo zusammen mut Fuentes Schwester Jolanda und Alberto León festgenommen  aber später entstet worden. 17.2.2013:

el pais: Una senadora en la consulta

spiegel-online: Dominguez als Fuentes-Kundin verdächtigt

Aufklärung über Dopingkontrollen , aber vor allem auch Ursachen und wie man sich dagegen wappnen kann, bleibt eine der wichtigsten Aufgaben der Sportverbände, ob der von ihnen gewählte Umfang ausreicht, ist allerdings fraglich. 16.2.2013:

otz.de: Unverständnis und Ungewissheit: Antidoping-Seminar für junge Radsportler in Gera

Auch die Internationale Eislaufunion warnte seine Sportler/innen ähnlich wie die UCI, jahrelang, wenn bei Tests auffällige Blutwerte festgestellt worden waren. 27.1./16.2.2013:

nu.nl: ‚ISU lichtte schaatsers ook in over verdachte waarden‘

sid: WADA verlangt von ISU Erklärung

Der ehemalige Rabobank-Teamarzt, Geert Leinders, danach auch beim Team Sky angestellt, sieht sich wegen vieler Zeugenaussagen, die ihn des Dopings bezichtigen, strafrechtlichen Untersuchungen gegenüber. 16.2.2013:

hln.be: Strafrechterlijk onderzoek geopend tegen oud-wielerdokter Leinders

Der ehemalige Rektor der Freiburger Universität weißt alle Anschuldigungen der Evaluierungskommission, er habe der ursprünglichen Untersuchungsauftrag der Kommission eingeengt, in einem Interview zurück. 16.2.2013:

Bad. Z.: Jäger „Ich habe den Auftrag nicht eingeschränkt“

Udo Bayer, erfolgreicher DDR-Kugelstoßer der 1970/1980er Jahre, gibt in einem Film erstmals zu, während seiner Laufbahn gedopt zu haben und erregt damit Aufsehen. Er habe es freiwillig getan und keinen großen Vorteil daraus gezogen. Sein Doping ist aber seit Jahrzehnten mit genauen Angaben belegt (Brigitte Berendonk), ebenso wie die Leistungssteigerungen (Singler/Treutlein), die über die Jahre in den Wurf- und Stoßdisziplinen mit Hilfe anaboler Steroide erreicht wurden. 15.2.2013:

tagesspiegel.de: Beyer: „Ich wusste über alles Bescheid“

Hintergrund: doping-archiv.de: Doping in der DDR

Prozess Operación puerto: Yorck Olaf Schumacher, ehemals Sportmediziner der Universität Freiburg, Olympiaarzt 2012 und Blutpassexperte der UCI und der WADA, legte im Prozess die gesundheitlichen Gefahren dar, die mit Bluttransfusionen verbunden sein können. Einige Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass Fuentes manchmal mit unsachgemäßer Lagerung und Transport der Blutbeutel die Fahrer schweren Schäden ausgesetzt hat. 15.2.2013:

cn: Operación Puerto: Transfusions “could have led to deaths” says expert

VeloNews: German expert undercuts Eufemiano Fuentes’ defense in Operacion Puerto trial

dpa: Deutscher Sportmediziner belastet Dopingarzt Fuentes

Das CAS hob die UCI-Entscheidung auf, wonach das Team Katusha wegen zuvieler Dopingfälle keine Lizenz für die UCI-World Tour erhalten hatte. 15.2.2013:

CAS/TAS: KATUSHA MANAGEMENT’S APPEAL UPHELD BY THE CAS

velonation: Katusha head Makarov says ‘justice is restored’ over WorldTour licence, UCI reacts

Wie unabhängig ist die deutsche NADA? Immer wieder muss sie sich Vorwürfen stellen, zwischen Sport und Politik zerrieben zu werden und ihre Aufgaben nicht unabhängig erfüllen zu können. 15.2.2ß13:

SZ: Zwei Sätze, die Berlin missfallen

Die FIFA will die Arbeit mit dem Biologischen Pass, insbesondere mit Blutprofilen noch in diesem Jahr intensivieren. 14./18.2.2013:

FIFA: Blatter und Fahey erörtern Kampf gegen Doping

derwesten.de: FIFA führt Blutpass im Kampf gegen Doping ein

John Fahey, WADA-Präsident, fordert den Fußball auf, vermehrt auf EPO zu testen und den Biologischen Pass einzuführen. Im Mai 2012 hieß es noch von Seiten der FIFA, man wolle dafür passende Blutprofile erstellen. 12.2.2013:

goal.com: Football ’not doing enough‘ in doping fight, says Wada president

fußballdoping.de: FIFA-Dopingkampf: Mehr Schein als Sein

Hintergrund doping-archiv.de: Fußball, Kontrollen, ja aber…

Die AFLD lehnt es angesichts der angespannten Beziehungen zu und ungeklärter Konflikte mit der UCI ab in Zusammenarbeit mit dieser Kontrollen bei Paris-Nizza durchzuführen. 14.2.2013:

AFLD: Communiqué de presse – Relations entre l’AFLD et l’UCI

Die ASO wünscht sich die AFLD anstatt der UCI für die Kontrollen während Paris-Nizza und anderer Rennen zurück. 8.2.2013:

cn: ASO wants AFLD to run testing at Paris-Nice and beyond

dpa: UCI weiter isoliert – AFLD: Keine Kontrollen bei Paris-Nizza

Eine breit angelegte Studie an der Universität Mainz erbrachte, dass jeder fünfte Student zum ‚Gehirndoping‘ mit den verschiedensten Mitteln, auch Medikamenten und Drogen, greift. Am anfälligsten sind Sportstudenten, hier versucht sich jeder vierte zu verbessern. Männer und jüngere Semester haben weniger Skrupel als Frauen und ältere Studenten. Januar/31.1.2013:

FAZ: Hirndoping boomt an Universitäten

Randomized Response Estimates for the 12-Month, Prevalence of Cognitive-Enhancing, Drug Use in University Students

Michael Rasmussen sieht im Biologischen Pass kein starkes Hindernis für dopingwillige. Er selbst habe nie Probleme gehabt, Auffälligkeiten zu vermeiden. Er gibt zu, sich selbst mit Bluttransfusionen behandelt zu haben, soll heißen, er hat sich selbst Blut entnommen und wieder zurück geführt. 14.2.2013:

cn: Biological passport only “puts a damper” on doping, Rasmussen says

Prozess Operación puerto: Jesús Manzano widerholte seine früheren Aussagen und belastete Funtes, dessen Schwester Yolanda und die Kelme-Ärzte Walter Virú und Alfredo Córdova schwer. Vicente Belda und José Ignacio Labarta hatten die Übersicht über das Teamdoping und planten. 13.2.2013:

el pais: “El canario, en su flamante Porsche”

cn: Manzano delivers shocking evidence at Puerto trial

Le Monde: Jesus Manzano: « Il y aurait pu y avoir un mort »

Hintergrund: >>> frühere Aussagen von Jesús Manzano

Hein Verbruggen hat, nachdem Pat McQuaid sich Anfang Februar an alle IOC-Mitglieder mit der Bitte auf die WADA einzuwirken hinsichtlich des schwelenden Streites UCI/WADA gewandt hatte, nun ebenfalls an alle IOC-Mitglieder geschrieben. Niemals habe die UCI positive Proben Armstrongs zurück gehalten und wundert sich, warum lediglich die UCI in Verdacht gerate, aber nie WADA und USADA. 13.2.2013:

insidethegames.biz: Exclusive: Verbruggen writes to top IOC members to deny involvement in Armstrong cover-up

cn: Verbruggen denies Armstrong doping cover-up in letter to IOC

Der Bericht der Australian Crime Commission (ACC) wirft in Australien viele Fragen auf. Insbesondere werden scharfe Anschuldigungen und Verdachtsmomente verbreitet, es fehlen jedoch genauere Angaben und Beweise. 12./13.2.2013:

the australian: Police cold on ACC doping claims

the telegraph: World Anti-Doping Agency head John Fahey calls on government to provide details on drugs in sport investigation

Das Australische Olympische Kommittee verlangt in Zukunft von allen Teilnehmer/innen Olympischer Spiele, Sportler, Betreuer, Ärzte usw., eidesstattliche Erklärungen, wonach sie niemals gedopt hätten. Nichtunterzeichner sind von den Spielen ausgeschlossen. Sollte sich später herausstellen, dass sie gelogen haben, könnte eine Strafe von bis zu 5 Jahren Gefängnis die Folge sein.

Gleichzeitig arbeitet die Australische Regierung daran, ihre Antidoping-Gesetzgebung zu verschärfen. Die dabei angedachten Maßnahmen, wie dem Zwang zu Aussagen, widerspricht aber rechtsstaatlichen Rechtsgrundsätzen wie dem Recht auf Aussageverweigerung und stößt bereits auf heftige Kritik. Die Maßnahmen könnten auch den Zwang zum Leugnen verstärken und damit genau das Gegenteil des Gewünschten hervorrufen. 12.2.2013:

AOC: Soch Olympians First To Sign Stat Decs To Counter Doping

smh.com.au: Olympic committee takes hardest line

the telegraph: Members of Australian Olympic teams must declare no history of doping and face five years in jail if found later to have lied

sportsnet.ca: Australian taking legal anti-doping measures

AAP: Fahey worried by AOC drug declaration

John Fahey, WADA, im Interview. 13.2.2013:

cn: Exclusive: Q&A with WADA president John Fahey

Die UCI regierte auf Michael Ashenden und erklärte, die Experten hätten keine weiteren Blutdaten von Armstrong vorgelegt bekommen, da die Auswertungssoftware in den Daten keine Auffälligkeiten festgestellt hätte und somit keine Begutachtung nötig geworden wäre. Genau diese Daten wurden später aber von einigen Experten als auffällig eingestuft, die USADA hatte dies in ihrer Urteilsbegründung zu Armstrong (reasoned decision) veröffentlicht. 12.2.2013:

velonation: Armstrong’s blood profile was never submitted to bio passport experts after May 2009

Michael Ashenden belegt in seiner Antwort, dass er nicht alle Werte vorgelegt bekommen habe und fordert andere Experten auf, zu prüfen, ob sie diese Werte je begutachtet haben. 12.2.2013:

velonation: Ashenden releases Armstrong’s bio passport code, he and UCI at loggerheads over Texan’s test results

velonation: Ashenden releases Armstrong’s biological passport codes, never reviewed suspicious samples

velonation: Ashenden: “The experts were only allowed to see the first nine of Armstrong’s 38 blood results”

VeloNews: Ashenden: McQuaid misleading public over Armstrong’s biological passport

Die UCI besteht darauf, dass Ashenden die Blutwerte Armstrongs von 2008/2009 begutachtet und als unauffällig eingestuft habe. 11./12.2.2013:

cn: UCI releases Armstrong data in attempt to refute Ashenden’s doping claims

Prozess Operacion puerto: Joséba Beloki und Isidro Nozal bezeugten niemals gedopt zu haben. Nozal gab zwar Blutentnahmen durch Fuentes zu, aber keine Reinfusionen. Warum er 2009 positiv auf CERA getestet worden war, wisse er nicht. Er habe die Arbeit der Teamverantwortlichen und Doktoren nie hinterfragt. Einen DNA-Abgleich mit Blutbeuteln lehnte er ab. Beloki, Unai Osa und David Etxeberria verneinten Fuentes zu kennen. Alle Fahrer gehörten Manolo Saiz Team an. 12./13.2.2013:

VeloNews: More Puerto denials as Nozal, Beloki insist they didn’t dope

cn: Operacion Puerto trial: Beloki, Etxebarria and Osa deny links with Fuentes

Prozess Operacion puerto: Jörg Jaksche sagte im Fuentes-Prozess aus und beöastete Fuentes und Manolo Saiz. 11./12.2.2013:

spiegel-online: Jaksche belastet Fuentes schwer

cn: Jaksche provides damning testimony against Fuentes and Saiz

le monde: Jorg Jaksche vide son sac au procès Fuentes

Interviews mit Jörg Jaksche:

le monde: Jaksche : „La justice espagnole n’a pas la volonté d’aller au bout de l’affaire Puerto“

Tagesspiegel: „Doping ist kein spanisches Problem“

Prozess Operacion puerto: Ivan Basso sprach in Madrid über seine Konatkte zu Fuentes, auch dass dieser ihm Blut abgenommen habe für die Tour 2006, allerdings wäre ihm nie Blut zurück geführt worden. 11.2.2013:

cn: Basso agreed to pay Fuentes $94,000 for doping

Die UCI erweiterte ihre ‚No Needle Policy‘ und verlängerte das Startverbot nach Injektionen mit Glucocorticosteroiden auf 8 Tage. 11.2.2013:

UCI: Anti-doping: modifications to No Needle Policy

Kriminologe Dieter Rössner, der sich seit vielen Jahren für ein Antidopinggesetz mit dem Strafstandbestand Sportbetrug einsetzt, im Interview. 10.2.2013:

tagblatt.de: Anti-Doping-Kampf: Kriminologe Dieter Rössner im Interview

Rasmus Damsgaard, einst verantwortlich für die internen Dopingkontrollprogramme von CSC und Astana, hält Doping im Team CSC 2007 für wenig wahrscheinlich, will es aber nicht ganz ausschließen. Armstrong hält er aber bei dessen Comeback 2009 für sauber. 9./10.2.2013:

cn: Damsgaard can’t rule out doping at CSC in 2007 Tour de France

cn: Armstrong probably clean in comeback, Damsgaard claims

Mario Cipollino bestreitet aufs Schärfste mit Hilfe eines Anwalts die Vorwürfe. 9./10.2.2013:

cn: Cipollini denies fresh links to Fuentes

Mario Cipollini wird durch Unterlagen, darunter eine Faxnummer, der Guardia civil stark belastet. Danach hat er sich 2002 von Fuentes umfassend behandeln lassen. Sein Codename war Maria (und Pavarotti ?) 9.2.2012:

gazzetta dello sport: Doping, Cipollini: un mito in pezzi. Il fango dopo dieci anni

gazzetta dello sport: Doping, Cipollini: la trasformazione da SuperMario a „Maria“

el pais: También Mario Cipollini

dpa: „Eine Wahrheit, die weh tut“ – Auch Cipollini gedopt

gazzetta dello sport: Cipollini con Fuentes dal 2001; Il record 2003: 5 mesi, 25 sacche

cn: Report: Cipollini used 25 blood bags before 2003 Giro d’Italia

Jonathan Vaughters spricht seinen Kollegen und allen, die in der bekannten Dopingkultur des Radsports aufgewachsen sind und darin tätig sind, die Fähigkeit und Legitimation ab, Vorbilder für den Nachwuchs zu sein und einen Wechsel zum Besseren herbei führen zu können. Glaubwürdige Änderungen seien allein von unabhängigen Institutionen zu erwarten. Dafür müssten alle Teams und Sponsoren ihren finanziellen Beitrag für Antidopingmaßnahmen deutlich erhöhen. 9.2.2013:

cn: Opinion: It’s not all about Lance Armstrong, and here’s how we can fight doping

Dem belgischen Radfahrer Tom Meeusen war Anfang des Jahres untersagt worden, ein Rennen zu fahren, da er in Ermittlungen eingebunden war, die einen Arzt betreffen, der Sportler mit einer Ozontherapie, Eigenblut-Ozon-Thearpie behandelte. Auch der belgische Radsportverband war damit unter Druck geraten (live-radsport.ch, 7.1.2013). Das gerichtliche Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, die Untersuchungen weiten sich aus. Zusätzliche Patienten des Arztes müssen vernommen werden. Die Eigenbluttherapie, so das Gericht, sei zwar streng genommen kein Doping (? Anm.: ist aber nach dem WADA-Code verboten), doch es bestehe der Verdacht, dass die Methode in Verbindung mit verbotenen Substanzen angewendet wurde. 9.1.2013:

nieuwsblad.be: Dopingonderzoek rond Tom Meeusen deint uit

Die Auseinandersetzung zwischen der Freiburger Evaluierungskommission und der Universitätsleitung spitzt sich weiter zu. Beide Seiten bieten Gespräche an, doch gleichzeitig setzte die Universität ein Ultimatum für einen Widerruf der Vorwürfe. 8./10.2.2013:

Bad. Z.: Uni verlangt von der Doping-Kommission Widerruf

weitere Dokumente/Briefwechsel:

Bad. Z.: „Wahrscheinlich zurück bis auf den Professor Reindell…“

JW: Brief des ehemaligen Kommissionsmitgliedes Schwabe an Jäger

JW: Antwort L. Paoli auf SWR-Beitrag

JW: H.-J. Schäfer Mail an L. Paoli

dradio: Vorsätzliche Behinderung?

dradio: Interview Paoli: „Es muss eine unabhängige Untersuchungskommission geben“

Die russische Weitspringerin Tatyana Kotova wurde vorläufig suspendiert, nachdem der IAAF im Januar über einen positiven Test während der WM 2005 informiert worden war. 8.2.2013:

reuters: Russian long jumper Kotova suspended for doping

sid: Kotowa sieben Jahre nach Dopingfall suspendiert

Michael Ashenden sieht nicht, dass McQuaid in seinem VeloNews-Interview die gegen ihn und die UCI vorgebrachten Vorwürfe entkräften konnte. 8.2.2013:

VeloNews: Ashenden: ‘I don’t see how McQuaid could become any more compromised’

Pat McQuaid, UCI, nimmt im Interview Stellung zu den verschiedenen Vorwürfen. 7.2.2013:

VeloNews: Exclusive interview with UCI president Pat McQuaid, part 1

VeloNews: Exclusive interview with UCI president Pat McQuaid, part 2

Die Klinik Biogenesis in Miami, bekannt für Antiaging, soll in großem Stil Sportler und Trainer mit Dopingmitteln und -behandlungen versorgt haben. Insbesondere sind Baseballer betroffen, aber auch ein Boxer und ein Tennisspieler werden namentlich genannt. Die Ermittlungen liegen jedoch nicht bei der USADA sondern in der Hand der Baseballliga selbst, wodurch Zweifel an deren Ernsthaftigkeit aufgeworfen werden. 29./31.1./4./7.2.2013:

miami new times: A Miami Clinic Supplies Drugs to Sports‘ Biggest Names

USAtoday: Report: Alex Rodriguez, others linked to doping, Florida clinic

SZ: Posterboy als Dopingmonster

SI: As A-Rod’s alleged doping pattern is revealed, MLB turns up heat

FAZ: Stoff aus Miami

SCA Promotions hat Armstrong auf Rückzahlung von 12 Mio $ verklagt, die an den Fahrer nach dessen 7 Tour-Siegen gezahlt werden mussten. In dem der Auszahlung vorangegangenen Prozess hatte Armstrong unter Eid ausgesagt, niemals gedopt zu haben. 7.2.2013:

usatoday: Lance Armstrong sued to repay Tour de France bonuses

Die Australian Crime Commission legte Ergebnisse einer 12monatigen Untersuchung (Codename Project Aperio) vor, in der sie feststellte, dass der Dopingkonsum im australischen Sport weit verbreitet ist. Wissenschaftler, Hochleistungstrainer und Teams sind an der Organisation und Anwendung beteiligt. Es werden auch Medikamente eingesetzt, die noch nicht für die Anwendung frei gegeben sind. Zunehmend werden auch Verbindungen zur organisierten Kriminalität festgestellt wodurch zusätzlich Spielmanipulationen wahrscheinlich werden. Die Häufigkeit der Dopingvergehen finden sich in den Dopingteststatistiken nicht wieder. 7.2.2013:

Minister Kate Lundy, MR: Organised crime and drugs in sport

the age: Probe finds widespread use of drugs in sport, crime links

the australian: Year-long ACC report reveals Australian sport’s drug, crime links

>>> der ACC-Report in pdf-Format

Die Mitglieder der Evaluierungskommission zur Sportmedizin an der Freiburger Universität legen in einem umfangreichen, scharfen Schreiben, einschl. Dokumente, dar, dass sie entgegen der Behauptungen von Seiten der Universität nicht über den ursprünglichen Arbeitsauftrag informiert worden seien. Sie äußern den Verdacht, dass der ehemalige Rektor Jäger dafür verantwortlich ist, dass der Umfang des Auftrages empfindlich gekürzt worden war. Ursprünglich hieß es, die gesamte Freiburger Sportmedizin solle zurück über viele Jahrzehnte untersucht werden, der Auftrag, der die Kommission erreichte, lautete jedoch nur auf Untersuchung der Abteilung Sportmedizin, womit z.B. so wichtige Ärzte wie Reindell und Klümper aus dem Raster gefallen waren und damit Personen und Jahre ohne die eine umfassende Aufklärung der Freiburger (und deutschen) Dopinggeschichte nicht möglich ist. 6./7.2.2013:

>>> Kommission: PRESSEMITTEILUNG mit Stellungnahme und Dokumentation: „MANIPULIERTER ARBEITSAUFTRAG. DIE EVALUIERUNGSKOMMISSION SIEHT SICH

GETÄUSCHT UND HINTERGANGEN“

>>> Antwort Prof. Paoli an Prof. Siewert, 28.2.2013

spiegel-online: Doping-Aufarbeitung: Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Rektor der Universität Freiburg

Bad. Z.: Getäuscht und hintergangen?

Univ. Freiburg: Sachlage eindeutig: Keine Hinweise auf „Manipulation“ des Arbeitsauftrags durch Altrektor Wolfgang Jäger

die Zeit: Die Doping-Uni vertuscht ihre Doping-Vergangenheit

Hintergrund: doping-archiv.de: Dossier deutsche Ärzte und Doping

Innerhalb der WADA wird eine Verschärfung des WADA-Codes diskutiert. Thema ist u.a. eine Vierjahressperre bei Erstvergehen und eine Verlängerung der Verjährungsfristen. 6.2.2013:

rt.com: WADA increases doping bans to four years

Die WADA als Nebenklägerin des Fuentes-Prozesses beobachtet mit Interesse die Erkenntnisse rund um die Einbindung des Clubs von San Sebastian und sammelt Informationen, doch ohne Beweise ist es schwierig. Einige der von Fuentes aus dem Ausland eingeführten Medikamente (z. B. von dem deutschen Arzt Choina) sind zwar in Spanien verboten und könnten hier Fuentes in Schwierigkeiten bringen, doch die meisten stehen nicht auf der WADA-Verbotsliste, lediglich IGF-1 ist für die WADA interessant. 6.2.2013:

el pais: La AMA investiga el caso de la Real

Thomas Weisel, Finanzier Armstrongs, ging auf Distanz zu diesem, sieht sich als dessen Opfer. Er habe nie etwas von Doping gewusst. Dies scheint jedoch wenig wahrscheinlich, zuviel spricht dagegen, dass Weisel Teil des Dopingsystems war. 5./6.2.2ß13:

nydailynews.com: Bay Area banker Thomas Weisel, who founded and bankrolled Lance Armstrong’s cycling team, tells feds he didn’t know cyclist was doping

dradio: Die Spur führt nach San Francisco, 17.1.2013

Nachdem US-Staatsanwalt Andre Birotte erklärte, seitens seiner Behörde würden die Ermittlungen gegen Armstrong momentan nicht wieder eröffnet werden, heißt es nun von anderer Seite, es gäbe staatliche Ermittlungen gegen Armstrong nach dessen öffentlichem Geständnis wegen Behinderung der Justiz, falscher Zeugenaussage und Einschüchterung von Zeugen. 5.2.2013:

abcnews: Lance Armstrong Under Investigation for Obstruction, Witness Tampering and Intimidation: Exclusive

Richard Pound erneuert in einem Interview seine Kritik an der UCI und sein Ungläubigkeit gegenüber den Verantwortlichen im Radsport die immer noch behaupten, nichts von Armstrongs Doping und dem der anderen mitbekommen zu haben. Pound sieht jedoch auch in anderen Sportarten verbreitetes Doping, insbesondere im Tennis würde schon das veränderte Aussehen der Spieler und deren Spielauftritte den Dopingverdacht nahe legen. evening standard: Cycling did not do enough to detect Lance Armstrong. How could they not know?

Paul Kimmage wartet noch immer auf eine Antwort auf seine Anzeige in der Schweiz gegen Verbruggen und McQuaid und damit eine Antwort auf die Frage, ob eine Verfahren gegen die beiden eingeleitet wird. 5.2.2013:

velonation: No decision yet in relation to Kimmage’s criminal complaint against UCI chiefs

Die UCI widerspricht und meint, die Testreduzierung habe keinen Einfluss auf die Aussagekraft des Biologischen Passes. Ashenden legt daraufhin dar, dass es gerade in Monaten außerhalb der Wettkämpfe (Winter) wichtig ist, Blutwerte zu haben, da in dieser Zeit die Blutentnahmen geschehen, die nicht kaschiert werden können. 4./5.2.2013:

velonation: UCI insists financial constraints and 2010/2011 testing reduction didn’t compromise biological passport

velonation: Ashenden stands over biological passport comments, says gap in testing damages programme

UCI-Unterlagen, die Michael Ashenden vorliegen, bestätigen den im August 2011 von Gerard Vroomen geäußerten Verdacht, dass die UCI weniger Tests als behauptet für den Biologischen Pass durchgeführt hatte.

30.1./2.2.2013:

velonation: UCI documentation suggests governing body’s claims over testing were misleading

CNN: Revealed.

Meeting Minutes Prove UCI Misled Over Gaps in Passport Testing

nos.ni: Aantal tests UCI sterk gedaald

SZ: UCI führt deutlich weniger Kontrollen durch

Auf einem der von El Pais veröffentlichten Fuentes-Dokumente erscheint das Wort Milan, nun gibt es Vermutungen es handle sich um den italienischen Fußball-Club. 5.2.2013:

gazzetta dello sport: Caso Fuentes, spunta il nome „Milan“ Ma per gli inquirenti il club non c’entra

football-italia.net: ‚Milan‘ linked to alleged doping case

Badiola wiederholte und bekräftigte seine Aussagen, wonach über schwarze Kassen verbotene Medikamente bezogen wurden. El Pais veröffentlichte die Dokumente, die Fuentes mit dem Fußballclub San Sebastian in Verbindung bringen.

4./5.2.2013:

el pais: Los documentos que comprometen a la Real

el pais: La contabilidad B de la Real Sociedad y las anotaciones de Eufemiano Fuentes

espn: Badiola stands by doping claims

Inaki Badiola, 2008 für kurze Zeit Präsident Real Sociedad San Sebastian, wiederholte seine bereits 2008 gemachten Vorwürfe, wonach zwei Ärzte des Teams jahrelang Dopingmittel über schwarze Kassen besorgt und angewendet hätten. Es gibt Hinweise auf eine Verbindung zu Fuentes im Jahr 2003.

Jose Luis Astiazaran, von 2001 bis 2005 Vorsitzender des baskischen Klubs, dementierte umgehend alle Vorwürfe scharf und drohte juristische Konsequenzen an. 4.2.2013:

as.com: „Durante seis años la Real pagó en dinero B productos dopantes“

fußballdoping: Ex-Präsident: Real San Sebastian gedopt

spiegel-online: Spanischer Fußballclub soll bei Fuentes eingekauft haben

elmundo.es: Badiola denuncia prácticas dopantes y Astiazarán lo niega

Das nationale Olympische Komitee Kenias hat gemeinsam mit der Regierung eine Untersuchungskommission eingesetzt zur Aufklärung der Dopingvorwürfe, die, auch von Zeugen, gegen Kenias Langläufer vorgebracht wurden. 4.2.2013:

AFP: Kenya commission to probe athletics doping claims

Im Fuentes-Prozess sagte ein Ermittlungsbeamter der Guardia civil aus, dass Santiago Botero, Oscar Sevilla und Constantino Zaballa dabei observiert worden waren, wie sie in ein Apartment gingen, in dem Bluttransfusionen vorgenommen wurden. Jörg Jaksche wurde in einem nahe gelegenen Hotel Hotel beobachtet.

Der Beamte sagte auch aus, die Transporte der Blutbeutel nicht den notwendigen medizinischen Standards entsprochen hätten. 4./5.2.2013:

bloomberg: Four Cyclists Seen in Stake-Out of Blood-Dope Ring, Court Hears

cn: Doubts over health standards used by Puerto defendants

Schmerzmittel gehören zum Alltag der Hochleistungssportler, nicht nur in den Mannschaftssportarten. Einige Sportärzte sehen das nicht immer als problematisch an. 3.2.2013

tagesanzeiger.ch: An der Schmerzgrenze

Hintergrund: doping-archiv.de: zur Problematik der Schmerzmittel

In Dänemark wurde ein EPO-Test entwickelt, mit dem auch die Anwendung von Mikrodosierungen erkannt werden können. 3.2.2013:

velonation: New EPO test could help stamp out microdosing

Detection of microdoses of rhEPO with the MAIIA test

Mark Roland, ein ehemaliger australischer Radprofi, wurde 2008 für 2 Jahre gesperrt, doch die Geschichte dahinter, die zu dieser Sanktion führte, weist einige Irregularitäten seitens der ASADA auf. 3.2.2013:

cn: Retired pro banned by ASADA in questionable process

Die beiden russischen Leichtathleten Mittelstreckenläuferin Olesya Syreva und Mararthonläufer Mikhail Lemaev wurden wegen Auffälligkeiten im Blutbild für zwei Jahre gesperrt. 3.2.2013:

reuters: Russia’s Syreva gets two-year ban for doping

DOSB-Präsident Thomas Bach versteht die Kritik an der Praxis des deutschen Antidopinglampfes nicht und verteidigt die Haltung des DOSB in Bezug auf die Diskussion um ein Antidopinggesetz. 3.2.2013:

dradio: DOSB-Präsident Dr.Thomas Bach: „Schaun wir mal, dann werden wir schon sehen..“

Luis León Sánchez, bis 2006 Team Liberty Seguros, wurde von seinem jetzigen Team Blanco (vormals Rabobank) vorläufig suspendiert, nach dem er in den Niederlanden im Januar mit dem Fuentes-Codenamen Huerto in Verbindung gebracht wurde. Das Team ermittelt. El Pais hat entsprechende Abhörprotokolle veröffentlicht. Sanchez wird auch mit Ferrari in Verbindung gebracht, gegen ihn läuft daher angeblich seit Oktober 2012 in Spanien ein Verfahren. Rabobank hatte im Oktober Sanchez für unschuldig erklärt. 26.1./2.2.2013:

cn: Team Blanco investigate Luis Leon Sanchez’s links to Operacion Puerto

velonation: Blanco Pro Cycling suspends Luis Leon Sanchez pending outcome of enquiry

Lars Mortsiefer, NADA, wehrt sich gegen die Kritik, die deutsche NADA ließe es an Durchschlagsfähigkeit vermissen und sei nicht unabhängig genug. Die mangelhafte finanzielle Situation sei allerdings ein großes Problem. 2.2.2013:

dradio: „Wir müssen uns nicht verstecken“

American football sieht sich Änderungen gegenüber, nachdem nicht mehr zu leufnen ist, dass die Gewalt im Spiel schwerwiegende Hirnschäden hervorruft, die auch zu Selbstmorden führen. 1./2.2.2013:

bloomberg.com: Goodell Says Prevention of Head Injuries Is NFL’s Top Priority

denverpost.com: Brain injuries at center of focus on NFL safety

NYT: At Media Day, Spotlight on Head Injuries Grows

die Zeit: Eine Krankheit stellt den Football infrage

Ein ausländischer in Zypern spielender Fußballer wurde im Dezember auf Methylhexaneamin positiv getestet. Er sieht keine Schuld und will keine Sperre akzeptieren. 2.2.2013:

cyprus mail: Serious case of doping being probed

Manolo Saiz, ehemaliger einflussreicher spanischer Teamchef sagte im Fuentes-Prozess aus. Roberto Heras, Angel Vicioso und Marcos Serrano haben ihn gebeten zu Fuentes gehen zu können, was er zuließ. Ob Isidro Nozal ebenfalls dessen Dienste in Anspruch nahm, wisse er nicht. Er habe keine Ahnung davon gehabt, was Fuentes mache, auch nicht von dem was die Ärzte des Teams machten. Er widersprach auch seinen Aussagen 2006 bez. des Geldes, das er bei seiner damaligen Verhaftung bei sich hatte. er sei damals müde gewesen. Vicente Belda, ebenfalls ehemaliger Teamchef, hat auch niemals etwas von Bluttransfusionen in seinen Teams mitbekommen. Gleichzeitig versuchte er den Zeugen Manzano zu diskretidieren und beschuldigte ihn sein Leben ruiniert zu haben. 1.2.2013:

cn: Saiz plays down his links with Fuentes in Operacion Puerto

el pais: El laberinto de los azules

Pat McQuaid mailte an alle IOC-Mitglieder die Bitte sie mögen die WADA dazu bewegen helfen, dass diese die Angriffe gegen die UCI unterlasse und mit ihr gemeinsam eine TRC einrichte. 1.2.2013:

velonation: McQuaid asks IOC members to request WADA eases off on UCI

FAZ: UCI gegen Wada Krieg der Worte

Januar 2013

Michael Rasmussen gestand während seiner gesamten Karriere von 1998 bis 2010 gedopt zu haben. Der Fahrer, der ab 2002 bei CSC und später für Rabobank fuhr, nahm EPO, HGH, Testosteron, DHEA, Insulin, IGF-1 und Cortison. Er hat bereits mit verschiedenen Antidopingbehörden einschl. der WADA zusammen gearbeitet. 31.1.2013:

velonation: Michael Rasmussen retires and admits doping over a fourteen year timeframe

velonation: UCI regulation blocking dopers from team positions won’t apply to Rasmussen

cn: Michael Rasmussen confesses to 12 years of doping

Hintergrund: doping-archiv.de: Humanplasma und mehr

Michael Ashenden verließ CCN, nachdem Antoine Vayer eigenständig Kontakt zu Armstrong aufgenommen hat. 30./31.1.2013:

cn: Ashenden quits the Change Cycling Now group

cn: Vayer defends reaching out to Lance Armstrong

velonation: Ashenden speaks about decision to walk away from Change Cycling Now after approach to Armstrong

Die NADA hat zu wenig Geld zur Verfügung aber trotzdem ist das Finanzierungsmodell der Agentur ausreichend? 30.1.2013:

bundestag.de: SPD-Antrag zur Neustrukturierung der Nationalen Anti Doping Agentur abgelehnt

Trevis Tygart berichtete vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages über seine Arbeit und wie es der USADA gelang Lance Armstrong zu Fall zu bekommen. 30.1.2013:

FAZ: Gut finanziert und unabhängig

spiegel-online: Armstrong-Ermittler Tygart: Der Unbestechliche

Tagesspiegel: Armstrong-Jäger Tygart im Bundestag

die Zeit: Der Armstrong-Jäger gibt dem Bundestag Nachhilfe

Frank Schleck wurde zu einem Jahr Sperre verurteilt. Bei ihm war während der Tour de France das Diuretikum Xipamid festgestellt worden. 30.1.2013:

ALAD: CONSEIL DE DISCIPLINE CONTRE LE DOPAGE, DÉCISION DU 30 JANVIER 2013

tageblatt.lu: Frank Schleck für zwölf Monate gesperrt

Lance Armstrong im Interview. 30.1.2013:

cn: Lance Armstrong exclusive interview

spiegel-online: Armstrong fordert Amnestie, Schleck ein Jahr gesperrt

Fuentes muss keine Namen nennen obwohl er es anbot. Die Richterin hat kein Interesse. Allerdings einen ehemaligen Kelme-Fahrer, Xavier Gómez, der heute ein bekannter Funktionär ist, wurde als Kunde enttarnt. Er trat sofort zurück. EPO habe er, Fuentes, niemals verabreicht und Manzano habe er nie betreut. Das italienische Olympische Kommittee CONI, Nebenkläger im Prozess, sieht sich schlecht berücksichtigt und bereitet eine Klage vor dem obersten Spanischen Gericht vor. 30.1.2013:

SZ: Gericht bremst Aufklärer

FAZ/dpa: Gegenangriff von Fuentes

le Monde: Procès Fuentes : „Je donnerai les noms… si la juge me le demande“

Letizia Paoli, Vorsitzende der Freiburger Untersuchungskommission, antwortet auf die jüngsten Vorwürfe des Freiburger Klinikchefs Rüdiger Siewert, wonach die Kommission unverständlicherweise keine Ergebnisse vorlegen würde. 30.1.2013:

Bad. Z.: Paoli verteidigt sich und greift die Uni an

Berl. Z.: Versteckte Aktenberge

dpa: Doping-Aufklärung: Uni Freiburg weist Vorwürfe zurück

>>> das Schreiben von Prof. Letizia Paoli an Prof. Jörg Rüdiger Siewert

Der flämische Arzt Dag Van Eslande war viele Jahre Teamarzt von Lance Armstrong. Er wird von Landis, Zabriskie und Leipheimer der Beihilfe bei Bluttransfusionen bezichtigt. In den 1990er Jahren bis 2004 war er zudem Dopingkontrolleur in Flandern. 30.1.2013:

DMorgen.be: Vlaamse dokter Armstrong was jarenlang dopingcontroleur

lesoir.be: Un médecin belge impliqué dans l’affaire Armstrong

40 Kenianische Läufer mussten sich zum ersten Mal im Training Bluttests unterziehen. Der Internationale Leichtathletikverband IAAF will damit beginnen Langzeitblutprofile anzulegen. 28./30.1.2013:

The Telegraph: Kenyan athletes subjected to blood tests following German television documentary claims

sid: IAAF führte erstmals Bluttests in Kenia durch

Rudolf Scharping wurde als BDR-Präsident für sein Schweigen bzw. die unbekannte Haltung des deutschen Verbandes gegenüber der UCI gerügt. 29.1.2013:

dpa: Scharping wehrt sich – Millionenverluste durch Doping

Hintergrund: >>> Kritik verschiedener Verbände an der UCI

Nun doch, Fuentes erklärte, dass er 2006 neben Radsportlern auch Sportler aus dem Fußball, der Leichtathletik, dem Boxen und Tennis mit Bluttransfusionen behandelt habe. Weitere Infos wurden von Seiten des Gerichts nicht verlangt. Er sei aber niemals Teamarzt von Kelme (Manzano) gewesen, von Liberty seguros eigentlich auch nicht und Medikamente habe er nicht an Sportler weiter gegeben. 29.1.2013:

SZ: Fuentes‘ Talent als Geschichtenerzähler

Arzt Luís García del Moral und Trainer José Pepe Martí, beide von der USADA lebenslang gesperrt, del Morals daraufhin auch vom Internationalen Tennisverband, müssen keine strafrechtlichen Konsequenzen in Spanien befürchten. 29.1.2013:

Las Prvincias: La Fiscalía archiva la rama valenciana del ‚caso Armstrong‘

VeloNews: Spanish prosecutors will not pursue charges against del Moral, Martí

John Fahey, WADA, regierte scharf auf die Auflösung der Aufklärungskommission der UCI durch die UCI. Es gäbe keinerlei gemeinsam geplante Aktivitäten in Richtung einer TRC. Die WADA lehne jegliche Zusammenarbeit ab, solnage die UCI ihre einseitige und arrogante Haltung nicht aufgäbe. Die UCI würde versuchen ihre Verantwortung für den Radsport und insbesondere dessen Dopingprobleme wegschieben wollen. Auch Trevis Tygart, USADA, kritisiert den Umgang der UCI mit der Kommission, die alles andere als unabhängig von der UCI behandelt wurde.

Change Cycling Now findet ebenfalls harte Worte und sieht in dem Verhalten der UCI eine unhaltbare Selbstdarstellung und Diskriminierung der Kommission.

Die UCI reagierte auf das WADA-Statement ungehalten und fordert Fahey auf, mit der persönlichen Vendetta und dem Kreuzzug gegen den Radsport aufzuhören. 29./30.1.2013:

WADA: Statement from WADA President John Fahey in response to UCI press release of January 28, 2013

velonation: Tygart says UCI ‘blindfolded and handcuffed’ the Independent Commission

CCN: CCN Response to UCI Decision to Disband Independent Commission

Die UCI hat ihre unabhängige Kommission UCIIC aufgelöst. Nun soll mit Unterstützung der WADA eine Truth and Reconciliation Commission (TRC) eingerichtet werden um die Dopingvergangenheit des Radsport zu ergründen. 28.1.2013:

UCI: UCI to disband Independent Commission in favour of Truth and Reconciliation process

sid: Armstrong: UCI löst Untersuchungs-Kommission auf

Die spanische Antidoping-Agentur versichert, dass sie aufmerksam den Fuentes-Prozess verfolgen wird und jeglichen Hinweisen, die Personen betreffen, koste es was es wolle, nachgehen werde. Die Agentur konnte nicht Nebenklägerin wie WADA und UCI sein, da sie erst nach 2006 gegründet wurde. 28.1.2013:

le Monde: Procès Fuentes : „Si des noms sortent, nous les poursuivrons, quoi qu’il en coûte“

Der kanadische Bobfahrer Derek Plug wurde wegen Dopings mit SARM S-22 für zwei Jahre gesperrt. 28.1.2013:

cces.ca: Bobsleigh Athlete Suspended for the Presence of SARM S-22

Johan Bruyneel wird nicht vor dem Belgischen Radsportverband aussagen. Nun prüft dieser wie er weiter vorgeht. Bereits 2010 gab es eine Anhörung, in der Armstrongs ehemaliger Sportlicher Direktor alle Dopinganschuldigungen leugnete. Daraufhin war für ihn erst einmal Ruhe. Erst nach den Bekanntwerden der Ergebnissen der USADA nahm der Verband wieder Kontakt zu Bruyneel auf. 28.1.2013:

greenwitchtime: Bruyneel won’t appear at Belgian doping hearing

Die FIFA hat gegen einen peruanischen Nationalspieler ein Verfahren wegen Dopings eröffnet. 28.1.2013:

FIFA: Provisorische Sperre gegen peruanischen Spieler wegen verbotenem Wirkstoff

Grischa Niermann, von 2000 bis 2012 Fahrer bei Team Rabobank, gab zu, bis 2003 mit EPO gedopt zu haben. Niermann war 2012 zurück getreten und beim Niederl. Radsportverband 2013 als Jugendtrainer angestellt. Er ist nun für 6 Monate gesperrt worden. 28.1.2013:

KNWU: Grischa Niermann 6 maanden op non actief na verklaring dopinggebruik

spiegel-online: Deutscher Ex-Radprofi: Niermann gesteht jahrelanges Epo-Doping

NDR: Grischa Niermann gesteht Epo-Doping

Operación puerto: Artikel zum Beginn des Prozesses. 21./23./25./27./28.1.2013:

The Telegraph: Spain accused of a doping cover-up as doctor implicated in cycling’s Operation Puerto scandal goes on trial

spiegel-online: Dopingarzt Fuentes vor Gericht: Der Doktor mit den Blutbeuteln

NZZ: Suche nach einem Phantom

dradio: Das spanische Netzwerk

dradio: „Fuentes und die vielen Fragezeichen“

taz: Kickende Kundschaft

El Pais veröffentlichte Abhörprotokolle zwischen dem 12. und 23. Mai 2006 zwischen Eufemiano Fuentes und Komplizen. Dabei geht es um die aktuell benötigte Versorgung einiger namentlich bekannter Fahrer, die aber Probleme bereitet. Auch Arzt Choina wird erwähnt, dessen Lieferung von Synacthen und Actovegin endlich eingegangen sei. 26.1.2013:

el pais: Un puente de locos

Die Sinnhaftigkeit eines Wahrheits- und Vergebungsprozesses ist umstritten. 26./27.1.2013:

VeloNews: Truth and reconciliation: Today’s pros wonder when enough will be enough

smh.com.au: Leaders at odds over how to put doping crisis to bed

Lance Armstrong ließ durch seinen Anwalt mitteilen, dass die Zeit bis zum 6.2. zur kurz sei, um sich bis dahin genügend vorzubereiten. Er spricht zudem der USADA das Recht ab, in dieser Angelegenheit zu agieren, Armstrong würde lieber nur mit internationalen Organisationen wieder der UCI und der WADA kooperieren. Die USADA erklärte gegenüber Armstrong, dass mit ihr auch die WADA im Boot sei. 26.1.2013:

cn: Armstrong refuses to confess to USADA

spiegel-online: Armstrong verweigert Zusammenarbeit mit Usada

Travis Tygart, USADA, bezichte Lance Armstrong der Lügen in dessen Interview mit Oprah Winfrey. So sprächen z. B. alle Erkenntnisse dafür, dass er entgegen seiner Aussagen auch bei seinem Comeback 2009 gedopt habe. Er gibt Armstrong Zeit bis zum 6.2.2013 für eine Aussage vor der USADA. 26./27.1.2013:

VeloNews: Tygart tells ’60 Minutes’ Armstrong lied

spiegel-online: Usada-Chef stellt Armstrong Ultimatum

Die Unabhängige Kommission der UCI kann nicht arbeiten. Zum einen hat sie bislang noch keine Unterlagen erhalten, zum anderen möchte sie einen Truth and Reconciliation Commission wie sie von WADA, USADA und anderen gefordert wird. Solch ein Prozess bedeutet, dass die Aussagenden amnestiert würden, dies hält die UCI aber nicht mit dem WADA-Code vereinbar, steht aber solch einem Prozess nicht abgeneigt gegenüber. Nun sollen Gespräche zwischen den Organisationen das weitere Vorgehen klären. Geklärt werden mus auch, ob die Untersuchung über die UCI selbst noch Thema ist. 25.1.2013:

UCIIC: Press Release – 25 January 2013

cn: UCI Independent Commission rejects UCI call to suspend inquiries

Die Beziehungen zwischen der Freiburger Universitätsklinik und der Großen Untersuchungskommission zur Freiburger Sportmedizin scheinen angespannt, 25.1.2013:

Bad. Z.: Lahmt die Untersuchungskommission zum Doping in Freiburg?

Hintergrund: Wie bekannt war die Vorwarnstrategie der UCI? Zumindest Einiges davon ist seit 2003/2004 öffentlich: >>> UCI warnt Fahrer und Teams, Brief von 2003

Hein Verbruggen gab in einem Interview zu, dass die UCI 2001 und später Topfahrer und Teamverantwortliche in Genf über die Antidopingstrategie und über gefundene auffällige Werte informierte. Fahrer wurden auch telefonisch benachrichtigt. Man sei nicht daran interessiert gewesen, Doper zu überführen, sondern sie eher davon zu überzeugen, aufzuhören um damit die sauberen Fahrer zu schützen. Die WADA widerspricht scharf. 22./24.1.2013:

vn.nl: Hein Verbruggen (UCI): For years cycling federation warned Armstrong and other riders with suspect values

hln.be: Verbruggen: „Doel van UCI was schone sport“

guardian: Hein Verbruggen: UCI warned suspect riders to protect clean cyclists

AP: WADA disputes ex-UCI chief claim on doping

SZ: Armstrong genoss wertvolle Tipps von oben

Das Verfahren gegen José Luis Merino Batres, Mitangeklagter im Fuentes-Prozess, wurde vorläufig wegen Alzheimer eingestellt. 24.1.2013:

sid: Verfahren gegen Batres eingestellt

Die Südafrikanische Antidopingagentur SAIDS wird aufgrund des positiven EPO-Falles von David George im November 2012 50 Blutproben der Topfahrer nachtesten. 24.1.2013:

velonation: After George positive, SAIDS announces it will retest samples from over 50 top riders

Der ehemalige niederländische Profi Rudi Kemna gestand 2003 im Team Bankgiroloterij EPO genommen zu haben, habe aber bald wieder damit aufgehört. Zum Doping gebracht habe ihn der belgische Teamleiter Capiot und einige neue Teammitglieder, bekommen habe er das EPO von Teamarzt Peter Janssen. Capiot habe die Profis, die auf EPO-Kur waren, während dieses Zeit nicht fahren lassen. Kemma, heute Sportlicher Leiter beim Team Argos-Shimano, nahm auf eigenen Wunsch nun eine Auszeit von 6 Monaten. Capiot und Janssen reagierten bislang nicht, die ehemaligen Teamleiter von Bankgiroloterij wussten angeblich nichts, einiges war jedoch verdächtig. 24.1.2013:

nu.nl: Oud-wielrenner Kemna bekent epogebruik

nu.nl: Ploegleiding Bankgiroloterij ‚wist van niets‘

cn: Argos-Shimano DS Kemna confesses to EPO use at Bankgirolterij

Georg Huber, ehemaliger Olympiaarzt, erhielt einen Strafbefehl über 9 000 € wegen falsch eidesstattlicher Aussage. Huber hatte geleugnet, Dopingmittel verabreicht zu haben. Ob der Arzt den Strafbefehl akzeptiert ist noch unklar. 23./25.1.2013:

FAZ: Strafbefehl für früheren Olympiaarzt

Bad.Z.: Lahmt die Untersuchungskommission zum Doping in Freiburg?

Hintergrund: doping-archiv.de: Georg Huber

doping-archiv.de: Robert Lechner

Pat McQuaid hat seinen Mitwirkung in der IOC-Kommission zur Evaluierung der Olympiastädte 2020 aufgegeben. Er habe keine Zeit, mit der Armstrong-Causa habe dies nichts zu tun. 23.1.2013:

USAtoday: UCI president Pat McQuaid replaced on IOC panel

Der ehemalige Radprofi José Luis Martinez Jiménez, der 2006 in Verbindung mit Fuentes gebracht worden war, war Chef eines Dopingringes mit Sitz in Murcia, der von der spanischen Polizei ausgehoben wurde. 23.1.2013:

el pais: Exciclista, redada, dopaje

rtve.es: El exciclista José Luis Martínez, en libertad con cargos tras una redada antidopaje

spox: Polizei hebt Labor aus und verhaftet Jimenez

cn: Ex-pro arrested in dope ring sting in Spain

Deutsche Verbände von Mannschaftssportarten verzichten gerne auf Blutkontrollen, viel zu teuer. Sollte die NADA allerdings die Kosten übernehmen wollen, gerne. 23.1.2013:

fußballdoping/SZ: Hat der Fußball kein Geld für Blutkontrollen?

Michele Ferrari glaubt nicht daran, dass Armstrongs Doping direkten Einfluss auf dessen Leistungsfähigkeit hatte, das war wohl eher der Placeboeffekt. Auf jeden Fall hätte Armstrong auch ohen die mittel gewonnen. 22.1.2013:

Michele Ferrari: A bit of History

Kommenden Montag, 28.1., beginnt in Madrid der Prozess um Eufemiano Fuentes und die Operacion puerto. Die Erwartungen sind teilweise hoch, und es kursieren bereits neue Namen und Informationen. Spannend auch, ob Fuentes Beziehungen mit anderen Sportarten als dem Radsport angesprochen werden. 21./23.1.2013:

the telegraph: Spain accused of a doping cover-up as doctor implicated in cycling’s Operation Puerto scandal goes on trial

spiegel-online: Dopingarzt Fuentes vor Gericht: Der Doktor mit den Blutbeuteln

nrc.nl: Thomas Dekker was klant bij Spaanse dopingarts

JS: Dr. Fuentes – Coming Soon

Neue Einzelheiten zu Doping im niederländischen Team PDM insbes. in 1988 werden nun durch Aufzeichnungen des Betreuers Bertus Fok bekannt . 23.1.2013:

volkskrant.nl: Uit het verzorgersboekje: het structurele dopinggebruik binnen de PDM-ploeg

cn: Report: seven out of eight PDM riders doped at 1988 Tour de France

Hintergrund: doping-archiv.de: die PDM-Affaire, >>>c4f: Peter Winnen

Die Diskussion um Doping im Tennis wurde durch die Sperre des Arztes Luis Garcia del Moral wieder angestoßen. Der ITF übernahm die Sperre sofort. Nun häufen sich die Meinungen von Spielern, die Doping im Tennis als gegeben ansehen und wirkungsvollere Tests fordern. Die Einführungen des biologischen Passes mit regelmäßigen Blutkontrollen könnte nun bis Ende des Jahres 2013 möglich sein. 4.12.2012/20./22.1.2013:

ESPN: How Lance Armstrong affected tennis

tennisearth.com: Tennis Unfazed with Armstrong’s Doping Saga

le figaro: Le tennis part en guerre contre le dopage

Staatsanwalt Raffaelo Guariniello, Turin, bekannt geworden durch den Dopingprozess gegen Juventus Turin, sieht den wichtigsten Grund darin, warum im Radsport die weitreichendsten Dopingaffairen publik werden, vor allem darin, dass in diesem Sport weit weniger finanzielle Ressourcen vorhanden sind als im Fußball, aber auch darin, dass in diesem Sport mittlerweile eine Reihe von Menschen aktiv sind, die aktiv gegen diese Betrugskultur vorgehen. Für einen effektiven Antidopingkampf verlangt er dringend die Gründung eine europäische Anklagebehörde mit unabhängigen Ermittlern, die ohne Rücksicht auf nationale Vorgaben aktiv werden können.

sport&vie/c4f: Interview mit Raffaele Guariniello

Die Australische Football-Ligue hat laut eigenen Angaben ein dem Radsport sehr ähnliches Blutprofil-Programm und seit jahren entsprechende Daten gesammelt. 22.1.2013:

herald sun: AFL introduces same biological data system used by cycling to catch doping cheats

Der Königlich Belgische Radsportverband hat nach den jüngsten Aussagen von Danny Nelissen Untersuchungen gegen den ehemalige Rabobank-Arzt Geert Leinders eingeleitet. Die früheren massiven Vorwürfe, hatten hierzu offenbar nicht ausgereicht. 21.1.2013:

cn: Belgian Federation to investigate Dr. Leinders

dpa: Belgischer Verband ermittelt gegen Radsport-Arzt

Wer ist Chris Carmichael, der von Armstrong während seiner Karriere als sein offizieller Coach ausgegeben wurde? 20.1.2013:

gazzette.com: Questions remain about doping ties to Armstrong’s coach

Wie sehen die Dopingmittel der Zukunft aus und wird ein weitgehend dopingfreier Sport überhaupt möglich sein? Was für einen Sport soll es überhaupt sein? Die Diskussion geht weiter und damit auch auch die Diskussion um die Freigabe der künstlichen Leistungssteigerung. 19.1.2013:

NYT: So Long, Lance. Next, 21st-Century Doping.

Armstrong hat das Siegen um jeden Preis in Reinkultur praktiziert, und dafür Korruptionsmöglichkeiten genutzt und die herrschende Doping-Kultur m Radsport für sich perfektioniert. Doch von anderen Fahrern sind wenige nachdenkliche Worte zu hören. Sie fordern einen Schlusstrich, die verseuchte Epoche sei abgeschlossen, heute sei alles besser, das Peloton ist sauberer und das Bewusstsein der Fahrer neu. Von der Notwendigkeit der Ausarbeitung der Vergangenheit wird wenig gesprochen.

cn: McEwen: Everybody wanted to believe the fairytale

cn: Voigt: Armstrong has been punished enough

VeloNews: Reaction strong in Australia to Armstrong confession

VeloNews: Schleck: ‘I believe Lance was clean on comeback’

velonation: Mark Cavendish: “Why are we carrying the can for Lance and his inner circle?”

Die Dopingkultur im Team Rabobank wird immer deutlicher. Bereits im ersten Jahr 1996 seines Bestehens ging es mit EPO los. Und wie fast immer wissen manche sportliche Leiter angeblich nichts davon. 19.1.2013:

nrc.nl: Al vanaf 1996 doping bij de Rabo-ploeg – ‘doping hoort bij je beroep’

nieuwsblad.be: ‘Meteen al doping bij Raboploeg‘

nieuwsblad.de: Ex-ploegleider Van Houwelingen weet niets van doping Rabo

hnl.be: Ex-renner Danny Nelissen: „Geert Leinders gaf me EPO“

hnl.be: Dekker: „Ploegdokters Rabobank hielpen bij epogebruik en bloeddoping“

cn: Nelissen confesses to doping at Rabobank

noeuws.nl: Marc Lotz gebruikte al bij Rabobank doping

cn: Lotz confirms doping at Rabobank, Wauters denies it

Offene Fragen, erste Analysen der Armstrong-Beichte:

VeloNews: Zip the lips: After hours of TV, too many Armstrong questions remain

INRNG: Questions after The Oprah Show

guardian: What next for Lance Armstrong?

guardian: A convincing 39 seconds, then back to the old Lance Armstrong

Travis Tygart und Terry Madden bleiben dabei, dass Armstrongs Team der USADA 250 000 $ angeboten habe. Armstrong hat dies abgestritten. 19.1.2013:

VeloNews: Tygart stands by Armstrong USADA payment accusation

nydailynews: U.S. Anti-Doping Agency counsel: Disgraced cyclist Lance Armstrong’s rep DID offer donation

Aussagen Armstrongs bei Oprah Winfrey in voller Länge:

Teil II:

BBC: Lance Armstrong & Oprah Winfrey: part two interview transcript

velonation: Feature: Armstrong/Oprah Interview Day II – I had to tell the truth for my children

Teil I:

BBC: Lance Armstrong & Oprah Winfrey: interview transcript

velonation: Feature: Armstrong admits doping to seven Tour wins, claims 2009 return was clean

Viel Aufregung gab es im letzten Jahr, aber dabei scheint es zu bleiben. Ein paar Personen wurden aufgrund von Geständnissen gefeuert, fanden aber in anderen Teams Unterkunft. Letztlich sind auch die meisten Teamverantwortlichen noch mit dabei. Auch Riis kann weitermachen wie bisher. 19.1.2013:

the australian: How can we believe the scourge of doping has been routed?

Reaktionen auf das Geständnis:

le soir: Eddy Merckx sur Armstrong : « Quelle déception ! », le soir: Le Soir répond à Eddy Merckx

Antoine Vayer: Armstrong le killer

l’Équipe: Jalabert : «Très calculé»

VeloNews: Italian insiders disappointed by Armstrong’s doping confession

USADA: Statement From USADA CEO Travis T. Tygart Regarding Lance Armstrong Interview

WADA: WADA statement on Lance Armstrong interview

velonation: Post Armstrong, USA Cycling calls on others with evidence to come forward now

l’Équipe: Prudhomme pas satisfait

sid: Scharping: Armstrong-Geständnis kein Meilenstein

cn: LeMond not satisfied with Armstrong’s admission

SI: Kathy LeMond: Armstrong embarrassed, not truly sorry

VeloNews: Andreu Q&A: Armstrong took a big step after spiraling out of control

VeloNews: Betsy Andreu says Armstrong ‘dropped the ball’ in Oprah interview

daily mail online: ‚Lance is a little runt‘: Armstrong’s bullied masseuse who was called ‚alcoholic prostitute‘ rejects apology

guardian: Kimmage A convincing 39 seconds, then back to the old Lance Armstrong

Pat McQuaid sieht in Armstrongs bisherigen Aussagen den Beweis, dass es zwischen der UCI und Armstrong keine konspirativen Beziehungen gab und begrüßte dessen Bereitschaft an einem Wahrheits- unf Vergebungsprozess, den die UCI aber bislang ablehnt, teilzunehmen. Es sei zwar irritierend von all diesen Verstößen zu hören, doch wie Armstrong sagte, heute sei alles besser.

Auch Verbruggen ist erleichtert und sieht alle Verdachtsmomente gegen sich und die UCI durch Armstrongs Aussagen entschwunden. 18.1.2013:

UCI: UCI ’s response to the Lance Armstrong interview with Oprah Winfrey

sid: Verbruggen nach Armstrong-Beichte erleichtet

Aussagen Armstrongs bei Oprah Winfrey Teil I in voller Länge:

velonation: Feature: Armstrong admits doping to seven Tour wins, claims 2009 return was clean

BBC: Lance Armstrong & Oprah Winfrey: interview transcript

Der USamerikanische Radsportverband muss auch um seine Glaubwürdigkeit kämpfen und verteidigt seine finanziellen Beziehungen mit Weisel, die in Landis Lawsuit öffentlich wurden, als nicht suspekt. 17.1.2013:

cn: USA Cycling denies Weisel influenced anti-doping policies

dradio: Die Spur führt nach San Francisco

In den Niederländen haben der Radsportverband KNWU und die Antidopingagentur ein Antidopingprogramm entwickelt für die 3 World Tour Teams Vacansoleil DCM, Blanco Pro Cycling and Argos – Shimano. Die Teams sollen keine Personen mehr einstellen, die ab 2008 eine Sperre von 6 und mehr Monaten erhalten haben. Dopingverbindungen vor 2008 werden etwas milder betrachtet. Alle im Radsport Tätigen (Fahrer, Staff) müssen eine Erklärung unterschreiben, niemals mit Doping in Verbindung gestanden zu haben. Sollte sich die Erklärung als falsch heraus stellen, verliert der Betroffene das Recht im niederländischen Radsport weiterhin arbeiten zu können. Geständige können mit milden Strafen rechnen. 14./15./17.1.2013:

KNWU: Gezamenlijke aanpak dopingproblematiek Nederlandse profploegen, Dopingautoriteit en KNWU.

cn: Dutch cycling announces strict new anti-doping policy

velonation: Dutch teams introduce Truth and Reconciliation-style approach

Das IOC disqualifizierte Armstrong von allen Ergebnissen der Olympischen Spiele 2000, damit verlor er auch seine Bronzemedaille. 17.1.2013:

IOC: IOC Statement on Lance Armstrong

Die Klage von Landis nach dem False Claims Act kann im Original nachgelesen werden. 17.1.2013::

nydailynews: Inside the secret whistleblower case against Lance Armstrong — former teammate Floyd Landis‘ lawsuit nails cycling cheat

Die Verbindungen zwischen Verbruggen und dem Armstrong-Clan werden deutlicher sichtbar. Hein Verbruggen hat seit 1999 private Vermögensangelegenheiten von Jim Ochowicz, und als dieser von Weisels Investement Bank einen Job erhalten hatten, von Weisels Firma verwalten lassen. Ochowicz war Manager des Motorola-Teams und später bis 2006 Präsident des amerikanischen Radsportverbandes, heute ist er General Manager des BMC Racing Teams. Vwerbrugeen kann keinen Interessenkonflikt erkennen. 17.1.2013:

wsj: New Twist in Armstrong Saga

velonation: Verbruggen denies any conflict of interest after financial link emerges with Armstrong team owner

Nun wird es doch einen Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Doping in Deutschland von 1950 bis heute“, verfasst von beiden Forschergruppen, geben. 16.1.2013:

bundestag.de: Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Doping in Deutschland von 1950 bis heute“ soll bis Ende März fertiggestellt werden

Die von der UCI angekündigte Antidoping-Hilfshotline ist ab heute 24 Stunden täglich für Profis, die an UCI-Rennen teilnehmen, erreichbar. Die Sportler können hier über ihre Erfahrungen mit Doping berichten. Völlige Anonymität ist gewährleistet. Die weltweit erreichbare Nummer ist + 800 8884 8884. Einen anderen Hinweis als die folgende PM gibt es auf der UCI-Seite allerdings noch nicht. 16.1.2013:

UCI: UCI launches anti-doping helpline for professional riders

spiegel-online: UCI nimmt Anti-Doping-Hotline in Betrieb

UCI Independent Commission (UCIIC) gibt den UCI Kritikern recht und appelliert an die UCI einen Wahrheits- und Vergebungs-Prozess zu ermöglichen, d.h. Aussagewilligen soll eine Amnesty gewährt werden. Die Kommission will am 21.1.2013 eine öffentliche Anhörung zu dem Problemkomplex durchführen. Die UCI lehnt dieses Ansinnen weiterhin ab. CNN und WADA kritisierten diese Antwort der UCI. 16./17.1.2013:

UCIIC: UCI Independent Commission announces truth and reconciliation public hearing

UCI: UCI’s response to the decision by WADA and USADA to withdraw from the Independent Commissionvelonation: UCI Independent Commission urges UCI to reconsider refusal to allow Truth and Reconciliation process

CNN: UCI „Smokescreen“ Confirms Commission Is Not Truly Independent

WADA: WADA response to UCI press release on Independent Commission

John Fahey, WADA, betonte, dass die WADA sich nicht an den Untersuchungen der UCI-Kommission beteiligen werde. Es gäbe zu viele zweifelhafte und kritische Punkte in deren Auftrag. UCI und Kommission seien nicht bereit gewesen hieran etwas zu ändern. So sei der Auftrag zu sehr auf Lance Armstrong ausgerichtet, der zur Verfügung stehend Zeitraum sei viel zu kurz, als dass bis dahin ernsthafte Ergebnisse zu erwarten seien und der Einfluss der UCI auf die Kommission sei zu hoch, von Unabhängigkeit könne nicht die Rede sein. Zudem würde Zeugen keine Immunität gewährt, wodurch jeglicher Anreiz fehle, auszusagen.

Die USADA nimmt dieselbe Haltung wie die WADA ein. Auch Change cycling now bekräftigte diese Haltung.15./16.1.2013:

WADA: WADA will not partake in UCI Independent Commission

velonation: USADA also withdrawing from Independent Commission’s investigation into UCI

CCN: Change Cycling Now (CCN) Tells Commission to Demand True Independence in the wake of UCI Interference.

Verbruggen versteht die ganze Aufregung um das Doping im Radsport früherer Jahre und die Rolle der UCI, bzw. die seine, nicht. Beweise hätte es nicht gegeben, nur Verdachtsmomente, die Test hätten eben nicht ausgereicht und überhaupt hätten Journalisten genauso viel gewusst wie sie von der UCI. 16.1.2013:

cn: Verbruggen denies responsibility for cycling’s problems

5 Millionen $ sowie eine Zeugenaussage soll Armstrong der USamerikanischen Regierung angeboten haben um damit die möglichen Forderungen, die der Staat an ihn stellt, zu begleichen. Es geht dabei um die Sponsorengelder von USpostal, die aufgrund falscher Voraussetzungen (kein Doping) (False Claims Act) gewährt wurden. Die US-Regierung hat abgelehnt. 15.1.2013:

cbsnews: CBS News: Government rejects Armstrong’s $5M restitution offer

cn: U.S. government rejects Armstrong’s $5 million offer in whisteblower case

nydailynews: Attorney General Eric Holder will decide whether to join whistleblower lawsuit against Lance Armstrong

Die WADA erklärte, Lance Armstrongs lebenslange Sperre könne u. U. auf unter 8 Jahre reduziert werden, sofern er ein umfassendes Geständnis unter Eid ablegen würde. 15.1.2013:

WADA: WADA encourages Armstrong to confess to anti-doping authorities

velonation: WADA states that Armstrong ban could potentially be reduced to less than eight years

Weitreichende Dopingpraktiken sind nur möglich wenn viele, die Teil des Sportsystems sind, weg schauen. Gerne reagieren diese, so auch Sponsoren, nach Aufdecken der Skandale überrascht, doch glaubwürdig sind diese Reaktionen nicht. 15.1.2013:

NYT: Looking Upstream in Doping Cases

Nicole Cooke, erfolgreiche britische Radsportlerin, tritt zurück. Sie verabschiedete sich mit einem bitteren, sehr kritischen Rückblick. 14.1.2013:

the guardian: Nicole Cooke’s retirement statement in full

Thomas Weisel, Armstrongs finanzieller Absicherer und Vertrauter, ist einer derjenigen, die von Armstrongs Aussagen hinab gezogen werden könnten. 14.1.2013:

dealbook NYT: The Banker Who Put His Faith in Armstrong

Armstrong, der während seiner Radkarriere nichts dem Zufall überlies und bis kleinste plante und ausführte, dürfte auch sein seinen gegenwärtigen Geständnisgang akribisch durchgeplant haben. 14./16.1.2013:

the guardian: Lance Armstrong and the cost-benefit analysis of confession

USAtoday: Armstrong admission part of long-term comeback plan

die welt: Oprahs 112 Fragen und Lance‘ vielsagende Antworten

FAZ: Die große Offenbarung?

spiegel-online: Oprahs Beicht-Imperium

Das US-Justizministerium steht angeblich kurz davor, die Klage von Landis gegen Lance Armstrong zu unterstützen und will damit gewährte Sponsorengelder zurück fordern (FEDERAL FALSE CLAIMS ACT). 14.1.2013:

wsj: Justice Department Takes Aim at Armstrong

dpa: Medien: US-Justizministerium erwägt Prozess gegen Armstrong

Hintergrund dieser möglichen Entscheidung:

dradio: Stille Post

wsj: Feds Ponder Joining Suit Against Armstrong

Die Regierung von Südaustralien erwägt Startgelder, die Armstrong 2009-2011 gezahlt worden waren, zurück zu fordern. Es dürfte sich um mindestens 3 Millionen Dollar handeln. 14.1.2013:

AP: South Australia Seeking Damages From Lance Armstrong After Reported Doping Confession

WP: Australian state seeking return of appearance fees after Lance Armstrong confession to Oprah

Lance Armstrong hat Doping gestanden, was genau ist noch unbekannt. Es heißt jedoch, er wolle gegen Funktionäre u.a. Verantwortliche, auch der UCI, aber nicht gegen Fahrer aussagen. 14./15.1.2013:

NYT: Armstrong Admits Doping, and Says He Will Testify

dpa: Armstrong beichtet angeblich Doping

Ein Untersuchungsbericht über den australischen Radsportverband unter Leitung des ehemaligen Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes von New South Wales (Australien) James Wood machte umfangreiche Vorschläge, wie der Verband seine Antidopingausrichtung, -programme ausbauen sollte. 14.1.2013:

cn: Report into Cycling Australia’s anti-doping practices calls for reform

the age: Cycling body to act on drugs review

adelaide now: Independent review recommends Cycling Australia to improve anti-doping practices

Italienische Fahrer, die wegen Dopings länger als 6 Monate gesperrt waren, durften nicht mehr in der Nationalmannschaft antreten. Dieses Verbot wurde nun teilweise aufgehoben. Es gillt nur noch für Dopingverstöße, die ab jetzt statt finden. 14.1.2013:

cn: Italian federation lifts ban on ex-dopers from national team

Langstreckenläuferin Simret Restle-Apel wurde wegen EPO-Dopings für zwei Jahre gesperrt. 14.1.2013:

NADA: Schiedsspruch im Verfahren NADA gegen Simret Restle-Apel

Auch Katusha will Mitglied von MPCC werden. 10.1.2013:

velonation: Katusha team requests membership of MPCC, team faces CAS delay

Claudia Pechstein hat die Internationale Eislauf-Union und den nationalen Verband nach eigenen Aussagen auf Schadensersatz verklagt. 7./9.2013:

dradio: „Noch nichts Schriftliches“

Berl. Zeitung: Pechstein greift Verband an

Trevis Tygart äußerte sich in dem längeren Interview mit cbs “60 Minutes Sports” auch zu den Verbindungen zwischen Armstrong/Bruyneel und Matial Saugy, Lausanner Dopinganalyse-Labor, der auf Anweisung der UCI die beiden USpostals 2002 über den EPO-Test informiert hatte. Saugy wehrt sich erneut, es sei nichts falsches daran gewesen. 10./11.1.2013:

VeloNews: Tygart: Armstrong samples were ‘flaming positive’

NZZ: Alte Vorwürfe gegen Lausanner Antidopinglabor

NZZ: Saugy kontert Vorwürfe

Lance Armstrong hat sich im Dezember mit Trevis Tygart, USADA, getroffen, wahrscheinlich um die Lage zu sondieren. Ergebnisse gab es nicht. 9.1.2013:

USAtoday: Source: Armstrong discussed admission of guilt with USADA

Lance Armstrong soll nach Aussagen Trevis Tygarts (cbs „60 Minutes Sports“) der USADA im Jahr 2004 150 000.- $ (nicht 250 000 $ wie gemeldet?) Spende angeboten haben. Die Agentur hat abgelehnt. 8./9.1.2013:

cbsnews: USADA head: Armstrong’s donation offer „totally inappropriate“

cbsnews: Armstrong allegedly offered large „donation“ to doping agency

USAtoday: Lance Armstrong tried to donate around $250,000 to USADA

Spanische Ärzte stehen seit Langem im Zentrum von Dopingnetzwerken und -ermittlungen. Dabei ist nicht nur der Radsport, der sich derer bedient, sondern weitere Sportarten wie Fußball, Tennis und Leichtathletik lassen ebenfalls Verbindungen erkennen, allerdings scheint der Aufklärungswille hier unterentwickelt. 8.1.2013:

fußballdoping.de: Fuentes: Verbindungen in den Fußball

Am 28. Januar soll in Madrid der Prozess gegen wichtige Verantwortliche der Operación Puerto beginnen, darunter Eufemiano Fuentes und Manolo Saiz. Es werden nur Vorkommnisse ab 2006 berücksichtigt, da ab jenem Jahr ein Antidopinggesetz existiert mit dem Schwerpunkt Gefährdung der öffentlichen Gesundheit. Da die früheren Ermittlungen sich fast ausschließlich auf den Radsport bezogen, andere Erkenntnisse nicht zugelassen wurden, obwohl es viele Hinweise darauf gab, dass auch andere Sportarten wie Fußball, Tennis und Leichtathletik Teil des Doping-Netzwerkes waren, wird der Prozess sich wohl nur mit dem Radsport befassen. Ob er neue Erkenntnisse und Aufklärung bringt, wird von den Zeugenaussagen abhängen. Zweifel sind angebracht, da etliche Fahrer, die geladen sind, ihr Schweigen brechen und sich selbst belasten müssten. 7.1.2013:

VeloNews: Puerto hearing could see dozens of riders testify

Hintergrund >>> Operación Puerto, insbesondere >>> Fuentes und Fußball

Alltagsdoping mit z.B. Ritalin ist nicht selten und wird erleichtert durch großzügige Verschreibungsbereitschaft von Ärzten, dass e sich auszahlt, ist nicht gewährleistet. Ein Beispiel. 7.1.2013:

Allg. Z.: Mit Doping durchs Studium

Artikel zum Thema Alltagsdoping: >>> NEM und Medikamentenmissbrauch

Pat McQuaid ist ab Beginn 2013 nicht mehr Mitglied des WADA Executive Committees und des WADA-Gründungsrates. Warum ist unklar, die Angaben sind widersprüchlich. 7.1.2013:

velonation: UCI confirms McQuaid ends WADA’s Foundation Board term early

dpa: UCI-Präsident McQuaid hat WADA-Gremien verlassen

Der Königlich Belgische Radsportverband hat ein Problem mit Vorwürfen um Arzt Chris Mertens aus Rotselaar, der mit Ozon behandeltes Eigenbluttherapien durchgeführt haben soll. In einem anonymen Brief wurde der Arzt beschuldigt. Zwei Radfahrer sind namentlich genannt, aber auch die WM-Auswahl sowie etliche andere Sportler sollen zu den Patienten des Arztes gehören. Der Verband bestritt allerdings eine Zusammenarbeit mit dem Arzt. Eine gerichtliche Untersuchung wurde eingeleitet. 1./4./5./7.1.2013:

HLN: Wielrennen in rep en roer door dopingzaak – Vdb: „Ging naar hem voor sinussen“

nieuwsblad.be: Jurgen Van den Broeck: ‘Ik schrik dat arts in opspraak komt‘

VeloNation: Tom Meeusen only a witness in anti-doping investigation into Belgian doctor

HLN: Dokter uit Rotselaar hoofdverdachte in dopingzaak

sporza.be: Wielerbond is boos over anonieme brief

Hans Lutz, der Präsident des Württembergischen Radsportverbandes, fordert vom BDR eine konsequente Abwendung vom Profiradsport hin zu den Amateuren, Freizeitsportlern und vor allem zur Jugendarbeit. Das schlechte Image der Profis würde sich auch negativ, vor allem finanziell auf die gesamte Radsportverbandsarbeit auswirken. Die hohe Dopingrate im Sport-Freizeitbereich, wie sie in einigen Studien festgehalten wurde, erwähnt er allerdings nicht. 21.12.2012:

Gäubote: Lutz: Vom Profitum abgrenzen

John Hoberman erklärt in einem langen Interview, warum er CCN für wichtig hält und warum er große Zweifel daran hat, dass die von der UCI eingesetzte Kommission zu einem guten Ergebnis kommen kann. Ausführlich beschreibt er die Einbindung des IOC in das jahrzehntelange Sportdoping und dessen Korruptionsgeschichte und der damit einhergehenden engen Verzahnung zwischen einzelnen Weltverbänden. Rollen darin spielen auch Verbruggen und Kommissionsvorsitzender John Coates. 4.1.2013:

VeloNews: Hoberman Q&A: Outlining corruption, doping collusion at the IOC, UCI

Lance Armstrong soll angeblich ernsthaft erwägen zu gestehen. Seine Hauptsorge gilt den bevorstehenden Klagen, aufgrund derer er wegen früherer Falschaussagen unter Eid mit einer Gefängnisstrafe belangt werden könnte. 4.1.2013:

NYT: In Reversal, Armstrong Is Said to Weigh Admitting Drug Use

n-tv: Armstrong erwägt Geständnis

dradio: Lance lässt lancieren

Der britische Speerwerfer und Trainer Ian Burns wurde wegen Besitzes verschiedener Dopingmittel, darunter Steroide und HGH, zu einer Sperre von 4 Jahren verurteilt. 2.1.2013:

UKAD: Police collaboration leads to four-year anti-doping ban

Der SC Neu-Brandenburg war zu DDR-Zeiten sportlich erfolgreich aber auch von einem weitreichenden und wirksamen Stasispitzel-System beherrscht. Es diente auch dem Dopingsystem und wirkt bis heute nach. 1.1.2013:

BR5: Das Stasi-Erbe des SC Neubrandenburg, Audio

Paul Kimmage im Interview, 1.1.2013:

FAZ: Paul Kimmage im F.A.Z.-Gespräch „Ich war ein Paria im Radsport“